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Teelicht-Adventskalender

Knöpfe

Slow-time

Wenn dieser Blogeintrag veröffentlicht wird, sind wir schon ein paar Stunden unterwegs und brausen zunächst nach Ungarn. Mit vier Familien aus Wien und einer aus Prag werden wir als 12 Erwachsene mit 10 Kindern unter 4 Jahren sicherlich eine turbulente Zeit verbringen, von der wir uns anschließend in Montenegro erholen wollen. Die Zeit wird hoffentlich etwas langsamer aber Familienzeit-intensiver als im normalen Alltag verlaufen. Selbst der Laptop bleibt zu Hause, obwohl es auch diesmal (leider noch immer) nicht ohne die Doktorarbeit geht. Meine 3-Wochen-Urlaubsaufgabe wird die Markierung der Namen für den Register auf den 380 Seiten sein. Hier auf dem Blog wird es ganz ruhig, denn ich habe - bis auf diesen Abschiedsblogeintrag - nicht vor-gebloggt, wie sonst manchmal.



Für alle Neuankömmlinge lasse ich aber meinen Lostopf zurück. Springt doch rein, wenn ihr mögt:

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Packliste ohne B

Gemeinsam mit der Tochter habe ich eine "daran-müssen-wir-noch-denken-Liste" gestaltet. Trotz intensiver Sucherei blieb das "B" der Buchstabenstempel verschollen. Irgendwann habe ich aufgegeben und bin auf die Notlösung mit dem P! ausgewichen. Glücklicherweise lernt das Kindelein ja noch keine Buchstaben. Kaum war ich fertig mit der Stempelei, war das B natürlich wieder da und so fand wenigstens noch ein "Brima" seinen Platz am Ende der Liste. Der Ehemann, kein Sachse sondern ein zugewanderter Sachsen-Anhaltiner, der sehr viel Wert auf eine gute Aussprache legt, fand es ganz amüsant ...

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Quiet-Book: Deckblatt

Zwischen Kuchentafel decken, Urlaubsreise planen und Luftmatrazenlöcher flicken, habe ich das Deckblatt des Beschäftigungsbuchs für die weite Reise noch fertigbekommen und die einzelnen Seiten mit Ösen versehen. Gestickt wurde die Datei "Rushour" von Anja Rieger, mit der die Maschinenstickleidenschaft bei mir übrigens begann. Diese wunderbaren Illustrationen wollte ich unbedingt selbst sticken können und auf das Quiet-Book passen die vielen Fahrzeuge doch perfekt. Da das Buch ja nicht nur für den kommenden Urlaub gedacht ist und ich hoffe, dass es früher oder später auch mal wieder in den Norden geht, habe ich mich für die schwedische Variante von Gute Reise! als Schriftzug entschieden.


Das einschlagen der Ösen von Prym fand ich ziemlich aufregend, denn schließlich habe ich nicht nur meine eigenen Seiten sondern auch die geschenkten Meisterwerke von AntFriAnn und feuerwerk by KaZe durchlöchert. Glücklicherweise gab es aber keine Probleme und nun ist das Buch vorläufig fertig. Die Schlüsselringe haben ein Scharnier, so dass die Seiten jederzeit ausgetauscht oder das Buch noch erweitert werden kann.



Drei Doppelseiten kann das Kindelein nun durchblättern und dabei nicht nur die Seiten direkt bespielen sondern auch noch Blumen zählen oder Wäschestücke in das Krokodil stopfen. Mal sehen, was uns alles einfällt auf der 3000 km Autofahrt quer durch den Balkan ...

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Urlaubsreise: Nackenhörnchen

Dreimal werden wir noch wach und dann geht es ab in den Urlaub. Da uns und das Tochterkind schlappe 3000 km Autofahrt erwarten, die sehr gerne vom kleinsten Familienmitglied komplett verschlafen werden kann, musste dringend noch ein "Nackenschutz" her. Der Kopf des Kindeleins knickte in letzter Zeit - sehr unbequem aussehend - seitlich ab und nach der ersten Tiefschlafphase kam ein jämmerliches "mir tut der Hals weh" von der Rückbank.




Genäht habe ich nach dem Nackenhörnchen-Schnitt von Hyggelig und dabei einen Stoff verwendet, der mich so sehr an die Zeit erinnert, als das Tochterkind noch im Mei Tai getragen wurde. Der Jersey auf der anderen Seite wurde Anfang des Jahres bei Kapuun erbeutet. Sehr passend ist momentan aber auch das Webband Girls&Friends, denn - ganz eindeutig - ist auf der einen Seite unser braves Goldlöckchen zu sehen und auf der anderen der kleine, giftig grüne Drache, in den sie sich mit ihren 2,5 Jahren auch ganz plötzlich verwandeln kann. Sie selbst scheint davon sehr begeistert zu sein, denn sie zeigt nun jedem das Teufelchen mit den Worten "so sehe ich aus, wenn ich böse bin". :-)



Soganz symmetrisch ist mein Ergebnis ja nicht geworden, aber der Einsatz überzeugt bislang. Den ürsprünglichen Schnitt habe ich mit den beiden Steppnähten auch etwas abgeändert, denn nur so bleiben die beiden Seitenteile schön straff und am Hinterkopf drückt nichts. Mein heutiger Blogeintrag wird übrigens auch gleich mein Beitrag für den ersten Themenmonat auf dem gemeinsamen Portal Dresden-näht.



Und nun gehe ich mich mal hierauf vorbereiten:


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Frühstarterin-Giraffe

Die letzte Seitenstiche-Giraffe, die von der Nadel gehüpft ist, bewacht mittlerweile schon das zarte Leben einer sehr kleinen Frühstarterin, die mit nur 680 g viele, viele, viele Wochen zu zeitig auf die Welt geholt werden musste. Zwei Wochen hat sie sich nun schon durchgekämpft und ich hoffe, dass das kleine Mädchen in einigen Monaten ihre persönliche Giraffe ganz allein festhalten kann.




In die Giraffenmähne habe ich mit den Webbändern von Hamburger LiebeSerukid und Blaubeerstern alle guten Wünsche gesteckt, die ich den Eltern mit auf den Weg geben kann. Neben einer großen Portion Glück wünsche ich mir, dass sie mit ihrer Tochter später über die Wiese springen können und sie genüsslich in einen grünen Apfel beißen kann. Die Herzen sollen zeigen, dass wir ganz fest die Daumen drücken, dass das kleine Herz weiter schlägt. Wachse kleines Mädchen und werde groß! 


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Quiet-Book: Wäscheleinen-Blumen-Seite

Die zweite Doppelseite kommt von feuerwerk by KaZe. Dank ihr kann das Tochterkind nun auf der laaangen Autoreise nun Wäsche aus dem Korb angeln und das Aufhängen üben. Nach dem Urlaub wird diese neue Fähigkeit dann hoffentlich gleich in den Alltag integriert , denn bislang wird die Wäsche immer nur zugereicht.


Auf der anderen Seite sind wunderschöne Blüten, die in ihre Einzelteile zerlegt und wieder zusammengebastelt werden können. Danke!



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Quiet-Book: Zahlen-I-Spy-Seite

Was wäre meine Nähleidenschaft doch ohne die Bloggerwelt. Ohne euch hätte ich sicherlich keine Chance gehabt, das geplante Urlaubsreise-Beschäftigungsbuch für die Tochter fertig zu bekommen. Bislang habe ich selbst mit der Krokodil- und Fisch-Seite leider nur eine Doppelseite gestaltet. Für mehr fehlte einfach die Zeit.


In der letzten Woche sind aber gleich zwei Doppelseiten von anderen Näherinnen bei mir eingetroffen. So eine aufwendig gestaltete Spielseite ist etwas ganz anderes als ein Wimpel, den man - wenn er nicht zu aufwendig geschmückt ist - mal eben schnell nebenbei nähen kann. Die Lebenszeit, die für uns eigentlich (fast) völlig Unbekannte investieren, um uns eine Freude zu machen, lässt mich ein bisschen sprachlos und sehr dankbar werden. Die erste Seite kommt von AntFriAnn.




Auf der einen Seite kann man zählen - der Ehemann hat übrigens sofort überprüft, ob da auch richtig aufgefädelt wurde ... und auf der anderen Seite wird gesucht und - wie beim großen Suchfisch - Dinge gefunden.. Nun muss ich in den der letzten Vorurlaubswoche nur noch das Deckblatt gestalten und die Seiten verbinden. Das Buch soll offen bleiben, damit es jederzeit ergänzt werden kann ...
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Gewonnen: Elefanten von Mikronaut

Die kürzlich eingeführte am-Wochenende-wird-nicht-gebloggt-Regel muss unterbrochen werden, denn ich habe GEWONNEN und freu mich so darüber, dass diese Nachricht noch vor der baldigen Urlaubspause verkündet werden muss.


Vielleicht hatte meine höchstpersönliche Geburtstagsfee ja schon die Finger im Spiel und führte Ausloser Erwin unbewusst den Flügel, denn für mich gab es sogar den Hauptgewinn: ein ganzes Stickset aus dem wunderbaren Stickdatenshop Mikronaut von Mara Zeitspieler. Entschieden habe ich mich für die Elefanten.



Bild von Mara Zeitspieler

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Kinderzimmerchaos: Aufräumkisten

Da das Kinderzimmer im Spielzeugchaos langsam aber sicher versinkt, habe ich mit der Zimmerbewohnerin kürzlich gemeinsam gebastelt - ich am Sekretär, sie am Stuhltisch -, um Abhilfe zu schaffen. Nach der Fertigstellung hatten wir gleich fünf Aufräumkisten gestaltet und waren beide mit unseren Ergebnissen recht zufrieden.



Mit Buchstabenstempeln und Motivstempeln, die eigentlich für das immer (!) noch nicht begonnene Babyalbum gedacht waren, wurde ein Stück Aquarell-Postkartenkarton bestempelt und mit dem guten Aquarellkasten , der noch aus der Zeit ist, als die Kreativität das erste Mal richtig zum Vorschein kam, koloriert. Das Tochterkind bestimmte dabei die Motive und bekam Entchen, Bär, Fisch & Co. auf ein eigenes Blatt zum ausmalen gestempelt. So hatten wir beide viel Spaß bei der Bastelei.



So wurde aus Chaos ein erster Anflug von Ordnung und immerhin drei von vier Fächern sind nicht mehr nur vollgestopft. Ich finde es wichtig, dass nicht immer alle Spielsachen zur Verfügung stehen, denn dann werden sie schnell uninteressant. So ist die Freude groß, wenn etwas neu entdeckt werden kann. Nur die Ostheimer Tiere (mit denen das etwas-schenken-wollen der Verwandschaft in die richtigen Bahnen gelenkt werden konnte) und das Filzhaus von Lana Siry stehen nun immer zu Verfügung. Und wenn sich das Kindelein gaaanz lang macht, kommt sie auch noch an die Buchauswahl ran. So gefällt mir das.

Vorher ...


Nachher ...


Schritt-für-Schritt Anleitung bei Handemade-Kultur. Ich freu mich über eure Herzchen ...

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Tchibo: Scrap-Stoffschnipsel-Aufbewahrung

Der Kaffee-Anbieter lockt gerade mit allerlei Zubehör zur Näherei. Sogar eine Overlock-Maschine ist da im Angebot, aber da schau ich (noch) nicht so genau hin. Auch sonst habe ich mir weder Faden noch Stoffsets gegönnt, sondern nur zwei Körbe, um meinen Stoffschnipselberg zu bezwingen.


Die Stickmaschine - aber auch die Knopfpresse - verführen mich immer wieder dazu, dass ich jedes Schnipselchen aufhebe. Es könnte ja noch für eine Applikation oder einen Knopf verwendet werden. Die Stoffkörbe mit Verstärkung gefallen mir dafür richtig gut. Ich überlege schon, ob ich mir noch einen dritten zulege oder doch mal wieder mit der Knopfmaschine "abarbeite" ... Was macht ihr eigentlich mit euren Stoffschnipseln?


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Schlafbrille Ärztin 24-Stunden-Dienst

Der allererste Tipp von MiToSa-kreativ war tatsächlich richtig - wobei ich auch alle anderen Vorschläge richtig gut fand und mein Ideenspeicher wieder gefüllt ist. :-) Die Schwägerin hat Anfang Juli ihre erste Stelle als Neurologin angefangen und mittlerweile auch ihren ersten 24-Stunden-Dienst hinter sich gebracht.

Eigentlich ist das ein Thema, bei dem ich ganze Romane schreiben könnte, denn diese Bereitschaftsdienste der Ärzte machen mich richtig wütend. Jeder Lastkraftwagenfahrer, der Schweine zum Schlachthof bringt, hat strengere Ruhezeiten, als Ärzte, die über Leben und Tod entscheiden. Wie kann man erwarten, dass ein Arzt - egal, ob gerade frisch von der Uni oder schon mit langer Berufserfahrung - nach über 20 Stunden Dienst noch fehlerfreie Entscheidungen trifft oder bei der Lumbalpunktion zitterfrei im Rückenmark seiner Patienten rumstochert? Theoretisch ist es natürlich nur ein Bereitschaftsdienst, aber die Schwägerin bekam zwischen mehreren Notfällen nur drei Stunden Schlaf und dabei wurde sie auch noch vom hellen Licht aus dem Nachbarraum gestört. Da kann ich helfen, dachte ich mir, und habe mich so schnell wie möglich hinter die Nähmaschine gesetzt, um eine Augenklappe zu nähen. :-)




Genäht wurde nach dem Schnittmuster von Frau Fertig. Außen kam ein im Vorrat vorhandener Lila-Baumwollstoff zum Einsatz und innen - zum träumen - ein lang gehüteter Stoff von Limetrees. Gefüttert wurde mit Baumwollbatting, damit es auch wirklich dunkel unter der Brille ist. Der selbst gebastelte Schriftzug musste einfach sein und Felix mit seinen Matscheaugen, eine Freebie-Stickdatei von Anja Rieger, war auch perfekt für den Anlass. Für die Ermittelung des richtigen Kopfumfangs war ihr Freund zuständig, der heimlich - aber doch genau - an vielen Körperstellen vermessen hat. Nun kenne ich auch noch ihren Ohrläppchenabstand. :-) Sieht doch gut aus, die Frau Ärztin, oder?




Nachgereicht bei Luzia Pimpinella ...
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