Jahresmotto

Jahresmotto
7. Blog-Geburtstag

LøBTE-COUTURE RULEZ! & Wächterhaus

Während der Mann sein Mammutprogramm mit drei Konzerten in zwei Tagen und an drei verschiedenen Orten - Apolda, Zwickau, Mühlhausen - absolvierte und sich dabei von Sprengstoffspürenhunden abschnüffeln lassen musste, weil der Bundespräsident Gauck zu den Zuhörern gehörte, bin ich nicht nur mit den beiden Kindern zum Hebammenprotest gegangen sondern am gleichen Tag auch noch zur Eröffnung von LøBTE-COUTURE RULEZ!.


Da macht doch doch tatsächlich bei mir um die Ecke eine offene Nähwerkstatt auf - das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Was ein "Soundspittellabor" ist, habe ich zwar nicht herausgefunden, musste dabei aber an den Spittelberg in Wien denken, über den ich während meines Auslandssemesters so oft gelaufen bin.



Beeindruckt haben mich die Maschinen, denn neben zwei Nähmaschinen steht da auch eine Industrie-Overlock-Maschine, wie ich zuletzt bei der Windelmanufaktur gesehen habe. Ab Mitte April kann dann dort genäht werden. Das klingt doch verlockend!
 


Bei der Einweihungsparty kam ich mir allerdings mit den beiden mitgebrachten Kinderlein irgendwie ungewohnt alt erwachsen vor und hatte das Gefühl, dass mich tatsächlich ein paar Jahre von den motivierten, jungen Machern trennen. Bin ich nicht gestern noch selbst durch solche halben Abbruchhäuser gestiefelt? So war der Kontakt dann doch etwas reserviert und erst auf meinen Schnappschüssen habe ich entdeckt, dass das leckere Büffet wohl doch für alle gedacht war, denn da stand sogar ein Spendentopf.

Die Tränen des Tochterkindes, die unbedingt probieren wollte, hätte ich da wohl vermeiden können. Dafür habe ich mich dann doch von ihr überreden lassen, noch im letzten Tageslicht zum Hof zu fahren und dort mit den zukünftigen Nachbarn am Feuer zu sitzen. So habe ich nun auch ausprobiert, wie die abendliche Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln funktioniert. Auf die Schreckensminute, als das Tochterkind meinte, bei Abfahrt des Busses an einer Haltstelle ihrer Wahl spontan aussteigen zu müssen und meinen Sprung in die sich schließenden Türen, hätte ich allerdings verzichten können.


Dennoch hoffe ich, dass ich der offenen Nähwerkstatt mit diesem Blogbeitrag etwas virtuellen Rückenwind verschaffen kann. Da ich solche kreative Freiräume wichtig und unterstützenswerte finde, ist der Inhalt meines Blogeinnahme-Spendentopfs im Monat März übrigens auch in den Erhalt des 1. Dresdner Wächterhauses geflossen. Leider hat es das Panorigo-Projekt, das ich im Januar ausgesucht hatte, nicht geschafft und die Euronen sind deshalb wieder bei mir gelandet. Mit der fair und ökologisch hergestellten Jeans hatte ich allerdings auch geliebäugelt - schon allein das Unterstützervideo ist klasse und unbedingt ansehenswert.


Ich selbst habe im März übrigens auch etwas virtuellen Rückenwind abbekommen. So war amberlight-label bei Mamikreisel Blog des Monats und hat dafür jede Menge Fragen beantwortet und in die redaktionelle Auswahl von "Blogf - Frauen bloggen besser" haben es auch gleich zwei meiner Beiträge geschafft: der Stoffwindeltest zur Pop-In und die letzte Buchrezension.
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Rocknähtreff

Im März und passend zu den Frühlingstemperaturen haben sich diesmal die Dresdner Nähbloggerdamen zu einem gemeinsamen Rocknähen getroffen. Schau'n wir mal hatten wir es zu verdanken, dass wir diesmal bei den Dresdner Baptisten einen Raum nutzen und damit eigentlich das erste Mal einen richtigen Nähtreff mit gaaaanz vielen Maschinen stattfinden konnte. Vielen Dank!



Entgegen der ersten Idee, dass wir alle gemeinsam das eBook 2mal4hoch2* nähen, sollte es dann doch indivueller werden und so gab es die verschiedensten Rockschnitte auf dem Tisch. Einen Rockschnitt, der noch in der Probenähphase ist, stellte uns Frau mit Frosch zur Verfügung. Davon enstanden einige schöne Beispiele an diesem Abend. Auf meinen eigenen Wunschzettel wird wohl das Parallelkopierrad* wandern, das sehr praktisch in der Anwendung aussah. Ich frage mich allerdings immer noch, ob es nicht auch noch eines mit zwei Kreidespuren gibt, damit man Schnittkante und Nähpfad markieren kann. Das wäre doch praktisch, oder?




In den Nähpausen, die je nach Konstitution nach zwei oder mehr Nähten eingelegt werden mussten, konnte man sich an einem fantastischen Büffet stärken. Ich selbst hatte diese Stärkungen wohl am dringensten nötig, denn ich habe bei meinem Rockversuch ein, dem Möbiusband nicht unähnliches, Gebilde geschaffen, das zwar prima als Loop hätte getragen werden können, aber eben nicht als Rock. Heul! Bei Röcken mit Innenfutter und eingenähtem Bündchen versagt mein abstraktes Vorstellungsvermögen ...


Mit mir gerätselt haben an diesem Abend KääriäinenKöniginnenreich, AprikanerHimmelblau und SommerbuntStoffverzückt,  Malou, Schau`n wir mal, Frau Kuddelmuddel, Bundlandmama und Frau Atze.
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#elternprotest #hebammenprotest #selbstgeboren in Dresden

Wie gestern bereits angekündigt, fand heute nun endlich auch in meiner Stadt ein Protestzug zur beruflichen Situation der Hebammen statt, deren politisch gewollte Unbezahlbarkeit der Berufshaftpflicht dazu führt, dass immer mehr ihren Beruf aufgeben müssen. Laut Veranstalter hatten sich immerhin 2500 Protestler vor der Frauenkirche versammelt. Im Geburtsjahr des kleinen Bruders sind über 6000 Neudresdner in meiner Stadt auf die Welt gekommen - nimmt man dazu noch Väter, Geschwister und Großeltern hätten die Gruppe auf den Neumarkt eigentlich noch deutlich größer sein müssen.


Ich befürchte ein bisschen, dass bei diesem brisanten Thema immer noch zu sehr die Grabenkämpfe zwischen "Haus- oder Geburtshausgeburt = gut und natürlich" und "Klinikgeburt = fremdbestimmt und problematisch" mitschwingt und sich deshalb nicht alle angesprochen fühlen. Neben den sehr knappen Vorbereitungen, bei denen es sicherlich sinnvoll gewesen wäre, wenn mit etwas mehr Zeit auch alle Hebammenpraxen und Krabbelgruppentreffs Flyer erreicht hätten, wäre es gut gewesen, wenn im Vorfeld noch mehr betont worden wäre, dass es nicht nur um die freie Wahl des Geburtsortes geht, sondern um alle Leistungen der Hebammen - von der Vorsorge, über die Betreuung im Wochenbett bis zum Ende der Stillzeit. Dennoch danke ich dem Team sehr, dass sich überhaupt eine Gruppe gefunden hat, die die Organisation für den Protest in meiner Stadt übernommen hat. Vom heimatlichen Schreibtisch aus, lassen sich nur zu einfach Verbesserungsvorschläge machen, wie ich selbst bei anderen Projekten nur zu gut weiß.

Im Internet tobt nun sogar die Diskussion über ein Buchprojekt, das statt zu vereinen, alle Frauen, die medizinische Hilfe beim Geburtsprozess brauchen, ausgrenzt, weil diese Berichte nicht erwünscht sind. In der Reaktion auf den Proteststorm finden sich dann Sätze wie "Es gibt konstruktive Beiträge und einige Kommentare in denen klar ersichtlich ist, dass Frauen einfach mal ungebremst die Sau raus lassen wollen und dafür auf den passenden Impuls gewartet haben." So etwas weckt auch bei mir großen Unverständnis.

Ich wäre normalerweise sicherlich ein Haus- oder Geburtshaustyp. Meine Atonien III. Grades, bei denen ich ohne medizinische Hilfe verblutet wäre, schieben aber auch mich, in eine Ecke, wo ich mich ausgegrenzt fühle. Ich bin dankbar, dass ich bei meinen jeweils rasanten Geburten mit knapp 2h beim Tochterkind und 4h beim Sternenkucker, keine weiteren Hilfen brauchte und mir die Klinik (!) tatsächlich eine selbstbestimmte Geburt ermöglicht hat. Dabei wurde sogar akzeptiert, dass ich eine Oxytocin-Prophylaxe unmittelbar nach der Geburt und eine manuelle Lösung der Plazenta abgelehnt habe.

Ohne die sofortigen Oxytocin-Gaben, den Crede-Handgriffen ohne Narkose, die schmerzhafter als die Geburt waren und Literweise Infusionen bei den Spätatonien jeweils zehn Stunden nach den Geburten würde ich aber nicht mehr leben. Dass ich mich trotzdem auf ein zweiten Kind eingelassen habe, verdanken wir auch unsere Hebamme - deshalb stand auf unseren Protestschild auch "Ohne meine Hebamme hätten wir keinen kleinen Bruder". Diesen Blogbeitrag werde ich als Zeichen gegen das unsinnige schwarz-weiß-Denken des #selbstgeboren-Projekts bei der Blogparade zu diesem Zwiespalt bei berlinmittemom verlinken.



Die heutige Protestkundgebung in Dresden war aber eine gute und die Transparente zu denen auch gehörte "Auch Kaiserschnitt-Mütter brauchen Hebammen" und die Hinweise zu den Fragen zu den Fragen junger Mütter im Wochenbett haben mir gezeigt, dass es eben keine reine Pro-Hausgeburtsdemonstration war.





Von der Frauenkirche aus lief der Protestzug den Fürstenzug entlang bis zum Theaterplatz. Das Tochterkind versucht mit ihrer Triangel ordentlich Krach zu machen und zu meiner Überraschung, waren wir dabei gar nicht alleine, denn die Großeltern des Tochterkinds hatte sich spontan überlegt, auch mitlaufen zu wollen.

Ich selbst bin in den 70er Jahren als Steißlage auf natürlichen Weg auf die Welt gekommen. Eine Hebammenbetreuung, die nach Hause gekommen wäre, gab es damals nicht. Stattdessen existierte eine Mütterberatung, die aber zum Zeitpunkt, als die frischgebackenen Eltern dachten, dass die Muttermilch nicht mehr ausreichen würde und man zufüttern müsste, eben nicht hilfreich zur Stelle waren. Sonst hätte ich sicherlich eine Chance gehabt, deutlich länger gestillt zu werden.





Mein Lieblingstransparent war übrigens "Liebe(r) Hebamme  Gesundheitsminister mein Wochenfluss läuft nicht, können sie mir den Bauch massieren?" Getroffen habe ich aus der Bloggerwelt leider nur Himmelblau und Sommerbunt. Seid ihr denn auch dagewesen?
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Stoffwindeltest: Disana Wollwindelhose (Überhose) & Elternprotest in Dresden

Gleich 16 verschiedene  Windelsysteme trägt unser Sohnemann momentan abwechselnd am Po. In unserem ersten gebrauchten Stoffwindelpaket fanden sich auch zwei Wollwindelhosen von Disana*, die doppelt gestrickt aus reiner Schurrwolle  bestehen. Natürlicher geht es eigentlich kaum, denn wenn man diese Wollüberhosen mit Bindewindeln* kombiniert, hat man tatsächlich keine künstlichen Fasern mehr am Po des Kindes. Die Wollüberhosen werden gefettet und halten dann nach dem gleichen Prinzip die Nässe ab, wie bei den Schafen, bei denen allerdings die abzuhaltende Nässe eher von oben kommt.

So weit die Theorie, denn irgendwie haben wir uns nie so richtig getraut. Der Umgang mit den wasserdichten, atmungsaktiven und unproblematisch waschbaren PUL-Überhosen schien uns doch so viel einfacher zu sein. Außerdem wird der Windelpo mit so einer Wolldoppelhose doch recht voluminös. Die erfahrenen Stoffwindler haben uns zwar immer vorgeschwärmt, wie prima temperaturausgleichend die Hosen seien, aber da ich selbst nur ungern Wollpullover in den Sommermonaten trage, fand ich die Wollhose in der Anfangszeit einfach zu warm am Babypo.



Etwas erstaunt war ich, dass ich in den Rezensionen beim Bücherriesen gelesen habe, dass dort vor allem Wegwerfwindler ihre (positive) Meinung verbreiten, die diese Hosen offensichtlich tatsächlich in den Wintermonaten zu Wärmezwecken verwendet werden. Da hätte ich auch mal drauf kommen können und so bleiben die Wollüberhosen vielleicht doch noch eine Weile bei uns, auch wenn der Frühling schon vor der Tür steht. 


Ein klarer Vorteil dieser gestrickten Überhosen bleibt, dass da nichts drückt oder zwickt und man auch keine Beinbündchen hat, die genau anliegen müssen. Sehr bequem sieht so eine Wollüberhose aus. Gibt es unter meinen Bloglesern denn Wollwindelhosenwickler?

Nachtrag:
Der natürliche Start in das Leben als Windelträger wird eng von Hebammen begleitet. Nach meiner eigenen Hebammenprotest-Geschichte rund um die steigende Berufshaftpflicht, die ich hier schon berichtet habe, freue ich mich nun besonders, dass es auch in Dresden endlich einen öffentlichen Protest geben wird. Als geburtenreichste Stadt müsste der Platz vor der Frauenkirche am 29. März 2014, ab 10:30 Uhr eigentlich voll sein, was ihr morgen live hier verfolgen könnt. Wer meint meinen blauen Kinderwagen zu entdecken, kann mir gerne einen Screenshot an amberlight.label-ät-googlemail.com schicken.  


Da auch ich nur durch Zufall davon erfahren habe und in den Krabbelgruppen, die ich besuche, niemand etwas davon wusste, befürchte ich ein bisschen, dass die Vorbereitung und Terminbekanntgabe etwas zu kurzfristig gewählt war, denn sonst hätte sich noch einige Blogger beteiligen können. Selbst ich musste den bereits geplanten Stoffwindeltest ein bisschen "ergänzen", um das Thema noch rechtzeitig reinzuquetschen. Außerdem hatte ich mir gewünscht, dass der Fokus auf dem Flyer nicht so sehr auf den Geburtsort begrenzt wäre, sondern auf die Bedeutung der Hebammen im gesamten Kontext von Vorsorge bis Stillzeit eingehen würde. Damit hätte man auch Diejenigen abgeholt, die keinen alternativen Geburtsort wählen können ... Allerdings stehen auch mir die Haare zu Berge, wenn ich lesen muss, dass die Schließung der Geburtshäuser aber auch Kliniken dazu führt, dass Schwangere bei Geburtsbeginn mit dem Hubschrauber(!) eingeflogen werden sollen oder bereits Wochen vor dem Geburtstermin in spezielle Hotelzimmer neben der Klinik ziehen sollen. Unglaublich! Will dieses Land wirklich mehr Kinder?

Zum weitelesen bei diesem brisanten Thema, das mir bei "Haus-/Geburtshausgeburt gut, Kinikgeburt schlecht" viel zu kurz greift, schicke ich heute mal direkt in den Kreissaal einer Klinik. Sehen wir uns zum Elternprotest am Sonnabend? Sagt es weiter!
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Rezension: Wir lieben Papier!

Momentan stapeln sich bei mir so viele Rezensionsexemplare, dass ich eigentlich regelmäßig ein Buch der Woche vorstellen könnte. Da ich von Büchern schon in Kindheitstagen nicht genug bekommen konnte und der Feundeskreis bei meinem letzten Umzug vor sechs Jahren immerhin 70 Bücherkisten tragen musste, können es aber sehr gerne noch mehr werden. Als kleine Vorschau gibt es deshalb jetzt in der rechten Sidebar des Blogs dazu eine Übersicht. Diese Woche liegt "Wir lieben Papier!"* aus der Topp-Kreativ-Serie des Frech-Verlags vor mir.

Abbildung vom Frechverlag

Das 144-seitige Hardcover-Buch präsentiert in den fünf Themenbereichen Wohn-, Deko-, Geschenk-, Schmuck- und Partyträume über 50 Projekte in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Dabei begeistert nicht nur ein frisches Layout mit richtig guter Produktfotografie von Michael Ruder, sondern auch sehr detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die ein Nacharbeiten der feinen Papierwerke wirklich möglich machen.

Die Anleitungen gliedern sich in Motivhöhe, Materialliste, Vorlagen und schließlich die einzelnen Arbeitsschritte. Da diese sehr ausführlich in Einzelpunkten aufgelistet werden und häufig mit schematischen Zeichnungen illustriert sind, erstrecken sich die Anleitungen häufig auf zwei, bei den wirklich aufwendigen Techniken sogar auf 3-4 Seiten, die immer mit einem großformatigen Bild kombiniert werden. Irritierend fand ich dabei die häufigen "Weiter geht's auf Seite xy", denn dabei hatte ich zunächst das Gefühl, dass es erst nach mehreren Zwischenseiten weitergehen würde und nicht - wie das im gesamten Buch der Fall ist - auf der unmittelbar nächsten Seite, bei der maximal ein Bild eingeschoben wurde.

Abbildung vom Frech-Verlag

Wie man am Ende des Buches erfährt, haben gleich neun Autoren mitgearbeitet, von denen einige aus der DIY-Szene kommen. So präsentieren Barb Freudenthaler* Origami-Schmuckkreationen, Christina Hentrich unter Kleinesimmergün* Schmetterlingsohranhänger aus Papier und Elke Pieske unter lipisart* Objekte, die aus gerollten Papierstreifen, der Quilling-Technik, entstehen. Wirklich begeistert haben mich aber die Kisten und Boxen von Julia Wiltschko, die unter dem Label Woellfchen* eigentlich vor allem filzt und Autorin eigener Filzbücher* ist. Einer Unaufmerksamkeit beim Lektorat geschuldet, ist sicherlich, dass die Linkadresse von Silke Kobold, die filigrane Scherenschnittobjekte im Buch präsentiert, unvollständig abgedruckt wurde.

Dominik Meissner, der seine Arbeiten im DaWanda-Shop Sinubuj* anbietet, hat mich mit der Orimoto-Buchkunst aber am meisten verblüfft. Dabei werden aus Büchern dreidimensionale Objekte gefaltet, zu denen sogar ganze Wörter* oder Namen gehören. Habt ihr so etwas schon mal gesehen? Faszinierend, oder? Bei Sinbuj* kostet das Eselsohr 30 Cent, was bei einem 200-Seiten-Buch zu 120 € führen würde. Da die Technik auch bei "Wir lieben Papier!"* vorgestellt wird und man dafür nur 16,99 € bezahlen muss, bekommt man hier wirklich viel für sein Geld. Ebenfalls in 3-D-Form tauchen Papiertiere von Julia Fröhlich auf, die Autorin eines großartigen Pop-up-Buches* ist, über das es sogar ein Durchblättervideo gibt. "Fiete Anders"* kommt ganz bestimmt auf unsere Wunschliste für das Tochterkind.

Abbildung vom Frech-Verlag

Abgerundet hätte dieses Buch sicherlich noch eine Auflistung von Onlineshops, die schöne Papiere anbieten, denn die kurze Danksagung auf der Impressumsseite an CardandArt und Rayher* wird doch leicht übersehen. Dennoch gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung, denn das Buch schafft den Spagat zwischen Anregungen für Bastelnachmittage mit der Familie und wirklich anspruchsvollen Faltarbeiten, die nur mit der richtigen Konzentration gelingen können.

Verlinkt beim offenen Bücherregal von Goldkind.  
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12tel Blick März 2014 Vierseithof

Das 12tel-Blick-Märzbild von unserem Vierseithof zeigt das erste Mal ein paar mehr Menschen, denn wir haben das Gestrüpp der Bäume, die als erste große Baumaßnahme fallen musstem, zusammen mit den Nachbarn verbrannt. Neben Knübbelbrot, Kuchen und Kaffee haben wir Fragen beantwortet und durch die Häuser geführt. An den freigelegten Balkenköpfen sieht man ja inzwischen gut, dass sich auf dem Gelände wirklich etwas tut und das mag ich am Mittwoch.

Der Vergleich mit dem Märzbild 2013 zeigt, dass die alte Stromleitung vor dem Herrenhaus inzwischen runterhängt, denn dort hatten sich Teppichreste verfangen, die aus dem Fenster geworfen wurden. Bäume, Schnee und Sonnenschein fehlen ebenfalls.

März 2014
März 2013
 


Die dunklen Wolken, die an diesem Abend aufgezogen waren, passen leider auch zu unserer derzeitigen Stimmung. Natürlich haben wir ohnehin nicht geglaubt, dass Baugemeinschaftsprojekt mit 15 Familien völlig reibungslos funktionieren wird. Bereits im letzten Jahr gab es Themen, bei denen wir eine Mediation brauchten, aber diesmal stehen wir bei den nächsten Entscheidungen sehr im Mittelpunkt und ich hoffe sehr, dass sich die düsteren Wolken wieder verziehen, die uns momentan den Nachtschlaf rauben.

Neben diesen Unstimmigkeiten geht es aber schrittweise voran. Die Leistungsverzeichnisse liegen demnächst auf den Tisch und der Brunnen wurde in 18 Meter Tiefe beräumt. Da trifft es sich gut, dass die Wiege des Freeclimbings gleich bei uns um die Ecke liegt und wir genügend Bergsteiger* kennen. Eine Gasmessung gab es da unten trotzdem und die ersten "Befahrungen" wurden auch mit Sauerstoffflasche durchgeführt.




Für den  SINNblick 2014  von blick7 war ich diesmal auch wieder besonders aufmerksam:

Gesehen:
Freunde und zukünftige Nachbarn

Gehört:
Viele Kinderstimmen

Gerochen:
Lagerfeuergeruch

Gedacht:
Wie fein, dass der Nachbar die von der Denkmalpflege geforderte Freilegung der Fassadenstelle zur Dokumentation tieferer Farbschichten übernehmen kann.

Am Sonntag haben wir übrigens das Baumthema, das vor allem dem Mann sonst Tag und Nacht beschäftigt mal ruhen lassen und haben etwas Familienzeit eingeschoben - deshalb gibt es nun endlich auch hier mal wieder etwas zu lesen.
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Frühlingsstoffe

So ein Nähhobby führt dazu, dass sogar der nicht-nähende Freundeskreis bei Stofffunden mitdenkt und mich glücklich macht. Wenn es dann noch so feine Baumwollstoffe in Frühlingsfarben sind, deren restliche Meter einen musealen Auftritt in Ausstellungsvirtrinen hatten, freut man sich um so mehr.


Frühlingsstoff unten - Glaskunst von Frank Meurer oben
Mein Creadienstagstisch - der weiterhin nichts anderes als unser Wohnzimmertisch ist - biegt sich langsam schon unter der Stofflast, aber bislang suche ich den alleine-Einschlafknopf, der beim Tochterkind dauerhaft eingeschaltet war, beim Sohnemann immer noch vergeblich.
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My Monday Mhhhhhh: Grünkohl-Smoothie

Nach meinen Grünkohlchips-Experimenten, die zumindest ein Familienmitglied richtig lecker fand, hab ich mich auch noch an der Smoothie-Variante ausprobiert und musste dabei zugeben, dass zumindest meine vegane Variante mit Reismilch, Orangensaft, Banane und Amaranth - nun ja - sehr wiesenhaft schmeckte. Der Ehemann umschrieb es dem belustigten Freundeskreis als ein Gefühl, wie wenn man Styrophor im Mund hätte.


Nun liebäugliche ich ein bisschen mit dem passenden Grünkohl-Kochbuch*, um noch etwas schmackhafteres auf den Tisch zu bringen, denn unglaublich schlankmachend gesund soll der grüne Kohl ja sein.

Am Wochenende habe ich übrigens für den Rockschnitt*, der hier darauf wartet, vernäht zu werden, mal zum Maßband gegriffen. Da komme ich in der Taille auf eine Gr. 34 - sehr, sehr amüsant. Die Größenangabe für die Hüfte, die ich hier nicht angeben werden, entspricht zwar eher den gewichtigen Tatsachen, aber seitdem bin ich ganz euphorisch. Ein "bisschen" Hüftstillspeck weg und schon würde ich wieder in die Kleidergröße meiner Teeniezeit reinpassen. Was für eine Vorstellung ...

Verlinkt bei My Monday Mhhhhhh von Glücksmomente.
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Papierhaus

Das Tochterkind produziert in letzter Zeit kaum Dinge, die als Großelterngeschenke weiterverwendet werden könnten. Da wird geschnitten, geklebt, wieder geschnitten - und manchmal entstehen daraus sogar richtige Häuser. Eine wahre Freude. Selbst das Tochterkind scheint sich also nach den eigenen vier Wänden zu sehnen.


Mir kommt es hingegen schon fast unheimlich vor, dass ich innerhalb weniger Stunden gleich über zwei Einbruchsberichte gestolpert bin. Erst lese ich davon im bei handmade2.0 gewonnen Buch "Ich kauf nix!"*, das mir inzwischen die beschenkte Schwägerin geborgt hat und dachte noch, dass so was doch recht unrealistisch sei und dann muss ich davon bei katjagemacht mit Flucht, Treppensturz und Spurensicherung auch noch im realen Leben lesen. Gruselig! Ich suche mal die Kopien meiner Doktorarbeit ...
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Rezension: Die Super Jumper - Luc. Nicht von diesem Planeten

Nach den Büchern für kleine Kinder und für Erstklässler habe ich mir diesmal bei Blogg dein Buch ein Buch für Jungen und Mädchen ab 10 Jahre aus dem Coppenrath-Verlag gewünscht. Die Autorin Antje Szillat ist schon längst keine Unbekannte mehr und hat sich beispielsweise mit der mehrbändigen Reihe "Rick"*, längst ihre Fangemeinde erschrieben.

"Luc. Nicht von diesem Planeten"* ist nun die erste Folge der neuen Actionserie "Die Super Jumper", in deren Mittelpunkt eine Gruppe junger Streetbiker steht. Das besondere an dieser Reihe ist sicherlich die Sprache, denn die Autorin schafft es beeindruckend gut, ihren Protagonisten eine Jugendsprache zu verpassen, die überzeugt. Eine kleine Kostprobe:

"Hier durchzudüsen, von Hügel zu Hügel zu jumpen, richtig Tempo aufzunehmen, muss der absolute Burner sein! [...] Aber es ist schon wild. Sogar tierisch. Soll ich es trotzdem wagen? Klar doch, oder ist mein zweiter Vorname Saftlusche? No! Also dann, ab dafür, Junge!"

Hier und im gesamten 168 Seiten umfassenden Buch spricht Luc, der von Hamburg in die Pampa zieht, da seine Eltern dort eine Gärtnerei übernehmen. Der Großstadtstreetbiker findet bikende Freunde und die sechsköpfige Gruppe der "Super Jumper" gründet sich. In der gesamten Handlung tauchen übrigens weder Computer nach Handys auf.

Für unsere angeblich nicht mehr gerne lesende Jugend hat das Buch erstaunlich viel Text und ist sparsam von Kim Schmidt illustriert. Mir persönlich sind die Illustrationen sogar etwas zu kindlich und längst nicht so "lässig" wie der Text. Beeindruckt hat mich die Gestaltung des Buches, denn nicht nur die Hardcover-Bindung steht gut gebundenden Büchern für Erwachsene in nichts nach, sondern auch die Covergestaltung mit silberner Hinterlegung des Titels wirkt aufwendig, obwohl das Buch* mit unter zehn Euro mit einem akzeptablen Preis auf den Markt kommt.

Am Ende des Buches gibt es für die Nichtstreetbiker ein zweiseitiges Register, in dem die wichtigsten Begriffe wie Axle Pegs, One-Handed Tabletop u.ä. erklärt werden. Bereits im Juni soll der nächste Band "Sami. Der Schlangenbeschwörer"* erscheinen. Damit ist es naheliegend, dass jedem Mitglied der Gang jeweils ein Band gewidmet werden wird und somit noch Justus, Nico, Tarik und Buddy folgen, während die Handlung fortgesetzt werden wird. Mich hat die Geschichte eingefangen und ich würde wirklich gerne wissen, wie es weitergeht, obwohl mich mehr als zwei Jahrzehnte von der Zielgruppe trennen.
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amberlight-label als App!

Obwohl der Mann seine Euronen eigentlich damit verdient, dass er an den Handynetzen von übermorgen arbeitet, für die es heute noch gar keine Geräte gibt, ist dennoch sicherlich die Frau an seiner Seite besser über Apps und Social Media informiert. Ich gebe zu, dass mir die virtuellen Spielereien einfach Spaß machen. So kann ich nun heute auch verkünden, dass es amberlight-label nun tatsächlich als eigenständige App gibt, die bei Apple, Android und Windows Phone installiert werden kann. Genial, oder? Das mag ich am Mittwoch.



Nach der Installation erscheint das Icon der  App auf euren Smartphone-Geräten oder Tablets. Geöffnet wird anschließend die Ansicht der FB-Fanpage, auch wenn man selbst gar nicht (mehr) bei FB sein sollte. Von dort aus landet man dann via "weitere Infos" beim Blogeintrag.



Ich würde mich sehr freuen, wenn mein Blog als Einzelanwendung bei euren Lesegeräten landen würde. Am liebsten würde ich dabei aber noch eine Lesezeitempfehlung mit einblenden, denn ich beobachte besorgt, dass viele Mütter die Zeit mit ihren Kindern fast ausschließlich Smartphone lesend verbringen.

Bei meiner Spontanfahrt nach Leipzig musste ich sogar beobachten, dass Mutter und Oma zwar unentwegt auf ihrem Handy herumtippten, der mindestens 3-jährige Sohn aber dafür einen Nuckel im Mund hatte und über einen Wortschatz verfügte, der über ein genuscheltes "Justin macht heiaheia" nicht hinausging. Erschreckenderweise reagierten die beiden Damen ausschließlich mit Sätzen "Ja, Justin macht jetzt heiaheia". Erst nach einer Weile habe ich verstanden, dass da während der gesamten 1,5h-Zugfahrt nie ein Dialog mit dem Kind stattfand, sondern von ihm ausschließlich in der 3. Person gesprochen wurde. Wir werden zwar manchmal ebenfalls etwas verwundert angeschaut, wenn das Tochterkind mit ihren nun vier Jahren erklären kann, dass nicht die Zahnmännlein kommen, sondern Bakterien dafür veranwortlich sind oder sich besser als wir in der Pflanzenwelt auskennt, aber diese Variante ist mir dann immer noch lieber. Auch mit dem Sohnemann reden wir eigentlich nie in einer wirklichen "Babysprache" sondern erklären ihm mit normalen Worten die Welt ...

Wir selbst besitzen übrigens beide kein Smartphone und sind außerhalb unseres wohnungsinternen Netzes bewusst offline. Ich gebe aber dazu, dass ich dafür zu Hause um so lieber mit meiner Tablet(te)* spiele, mit dem der Mann mein Älterwerden vor zwei Jahren etwas gemildert hat. Dauerstillphasen mit dem Sohn oder lange Schwiegerelternwochenenden kann ich mir nur noch schwer offline vorstellen. Aber wenigstens unterwegs habe ich noch ein gutes Gewissen, da ich dabei keine Smartphone-Wischerin bin. Dabei habe ich wohl auch schon mehrfach Schau'n wir mal übersehen, die mir aber sagte, dass ich dabei immer zu sehr mit meinen Kindern beschäftigt gewesen sei - für mich war das ein großartiges Kompliment.

Zum weiterlesen, schicke ich euch heute zu Mama denkt, ein Blog, den ich sehr gerne lese. Ein bisschen frage ich mich ja, wie diese Kinder, mit denen die Eltern offensichtlich nicht mehr reden, als Erwachsene ihre Probleme austragen werden. Mit den richtigen Worten wohl kaum.
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Baby-Pullover

Der Sohnemann hat nicht nur von mir eine neue Strampelhose sondern auch von der strickenden Oma einen wärmenden Pullover bekommen. Als Wunschvorlage hatte ich ihr ein Fundstück auf dem französischen Blog Lili comme tout geschickt und wir einigten uns schließlich drauf, dass er auch ohne Kapuze sehr gefällt.



Gestrickt wurde wohl mit doppelfädiger Sockenwolle mit vielen linken Maschen und mit Raglanärmeln. Damit wären wir eigentlich auf die ausbleibenden Winterstürme perfekt vorbereitet gewesen.


Verlinkt bei my kid wears, Made4Boys und Kiddykram.
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Strampelhose Autokatze, Gr. 68

Neben dem bereits gezeigten Katzenkleid hat auch der Sohnemann etwas anzuziehen bekommen. Seine erste Strampelhose nach dem wunderbaren Schnitt von Klimperklein* sind ihm ja leider alle längst zu klein. Das ich die Zwischengröße aus Zeitgründen auslassen musste, ärgert mich selbst doch ziemlich. Vernäht wurde wie geplant der feste Krabbelhosenstoff von meinem Besuch bei Pippuri sowie Jersey vom letzten Stoffmarkt.



Das besondere an der ersten Hose, in der der Sohnemann das Robben perfektioniert und uns das Staubsaugen erspart, ist die Katze-auf-dem-Auto-Applikation aus der Stickdatei "Kissa" von Blaubeerstern*, digitalisiert von Regenbogenbuntes*. An den Rädern hat der Stoff zwar ein paar Falten gezogen, aber angezogen, fällt das kaum noch auf. Das nächste Mal muss ich wohl wieder deutlich festern einspannen.


 

Die ersten Klavierstunden beim Opa gab es in dieser Hose, die perfekt zum eingetauschten Shirt passt. Das Tochterkind trägt übrigens ein Maxomorra-Shirt*, mit dem wir gerade versuchen einen Gutschein zu gewinnen. Wer uns dabei unterstützen möchte, der schenke uns hier ein "like".

Verlinkt bei my kid wears, Made4Boys und Kiddykram.
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