Herbstblätter

Pilzbuch

Kastanien-weben

Jungswanderpaket: Ausstiegsrunde

In meinem zweiten Elternzeitjahr habe ich mir die Teilnahme an drei verschiedenen Wanderpaketen gegönnt. Aus den ersten zweien bin ich - wie hier berichtet - sofort wieder ausgestiegen und nur das Jungswanderpaket war so, wie ich mir das erhofft hat. Dennoch habe ich die Teilnahme auf das freie Jahr begrenzt, denn momentan komme ich schon nicht mehr mit der Geschenkeproduktion für den eigenen Freundeskreis hinterher.

Eine Abschlussrunde habe ich mir aber noch gegönnt, denn beim Ausstieg hat man die Möglichkeit, die Anzahl seiner Startbefüllung wieder rauszunehmen. Entschieden habe ich mich für ein schönes Autoshirt von Sockensalat und eine Stifterolle von händmäd, die aber nicht unser Junge sondern eher das Tochterkind bekommen wird.


Für die letzte Runde hatte ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen Knuddie zum Leben erweckt. Die dazugehörige In-the-hoop-Stickdatei gibt es beim Stickbär und das Nählabel bei Namensbänder*. Lange musste er nicht im Paket bleiben, denn bereits kurz nach der letzten Abreise ist er in Serefinas Welt gelandet.


Mitgegeben habe ich auch noch ein Handtuch mit dem Cowboy aus der Indianer-Serie von Susalabim, das inzwischen bei Sockensalat hängt. Keinen Liebhaber hat mein Siebdruck-Faultier-Shirt gefunden und auch die beiden mit der Knopfpresse bezogenen Knöpfe habe ich wieder aus dem Paket gefischt.


Noch einmal im großen Paket wühlen zu dürfen und dabei durch die Ausstiegsrunde noch nichtmal das schlechte Gewissen haben zu müssen, dass die Zeit fehlt, um selbstgenähte Kostbarkeiten mit auf den Weg zu geben, war mir eine große Freude.
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Rezension: Der kleine Fischer Tong

Noch nie hat mich ein Kinderbuch so zweispältig gestimmt, wie "Der kleine Fischer Tong"* des chinesisch-französischen Illustrators und Autors Chen Jianghong. Das erst vor wenigen Tagen vom Moritz Verlag auf den Markt gebrachte, mit fast 30 cm überraschend großformatige, Buch überzeugt zunächst durch seine künstlerische Qualität, denn die Zeichnungen entstehen mit Tusche auf Reispapier.

Abbildung vom Moritz-Verlag
Erzählt wird die Geschichte - die unter dem französischen Orginaltitel "Le petit pêcheur et le squelette"* verlegt wurde - eines Fischerkindes, der trotz der Warnung seines Vaters bei einem drohenden Unwetter auf das Meer hinausfährt. Im Sturm fängt er als vermeintlich besonders großen Fisch - ein Skelett! An dieser Stelle überlegt man als Erwachsener etwas ungläubig, ob man tatsächlich ein Buch für die Altersstufe 6-8 Jahre in den Händen hält. Die Illustrationen zum Skelettmann und das Entsetzen des kleinen Fischers, der versucht zu fliehen, sind so bildgewaltig, dass man tatsächlich den Atem anhält und sich ordentlich gruselt.


Abbildung vom Moritz-Verlag
Der kleine Fischer im Buch wird sogar ohnmächtig und das Skelett trägt ihn daraufhin in seine Fischerhütte. Wieder zu sich gekommen, teilt der kleine Fischer mit dem sehr unglücklichen und frierenden Gerippe seinen Fischfang und sogar die letzte Schale Suppe. Spätestens an dieser Stelle beginnt man das Gerippe sehr zu mögen! Überraschenderweise verwandelt sich das Skelett zurück in einen Fischer, wobei unklar bleibt, ob es sich dabei nicht sogar um den Vater des Fischers handeln könnte und die beiden fahren von da an zusammen auf das Meer.

Abbildung vom Moritz-Verlag
Die sehr tiefgründige Geschichte handelt also davon, welches (Lebens?)Glück man finden kann, wenn man seine Angst vor dem Unbekannten überwindet. Der Mann an meiner Seite befürchtet aber trotz des positiven und farbenfrohen (!) Ausgangs der Geschichte, dass der bereits uns Erwachsene verstörende Anblick des Gerippes, bei jungen Leser zu Alpträumen führen könnte.

Auch ich bin der Überzeugung, dass man diese Publikation keinem Kind in die Hand drücken kann, damit es einfach mal durchblättert. Es ist ein Kinderbuch, bei dem sich die Erwachsenen Zeit nehmen müssen, um die Geschichte gemeinsam zu lesen. Andererseits gehen Kinder ganz anders mit dem Thema Tod und Skelettdarstellungen um und ich bin mir gar nicht so sicher, ob die Bilder so sehr verschrecken, wie der Erwachsenenblick zunächst vermuten lässt. Für 18,00 € ist das Buch im Handel* erhältlich. Wir sind nun sehr unschlüssig, ob wir diesen Kinderbuchschatz dem nächsten Freundeskreiskind in die Schultüte stecken oder ob es doch erstmal bei uns bleibt.

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Weil Kinder Zeit brauchen. Personalschlüssel in Sachsens Kitas.

So langsam entwickelt sich das Tochterkind zur richtig professionellen Demonstrantin, denn gestern hat sie an ihrem immerhin schon dritten Protestzug teilgenommen. Nach dem Elternprotest und dem Hebammentag sind wir diesmal für einen besseren Betreuungsschlüssel in den Kindergärten auf die Straße gegangen. Das alle drei in nur einem Jahr stattfanden, spricht wohl für sich.


Organsiert hat den Protestzug das Bündnis "Weil Kinder Zeit brauchen" und eigentlich sollten Erzieher, Eltern und Kinder aus ganz Sachsen daran teilnehmen. Es war zwar schon ein ordentlich großer Protestzug, der vom Postplatz bis zum Carolaplatz gelaufen ist, aber in Anbetracht der Zahl der Betroffenen hätten es eigentlich noch viel mehr sein müssen. Unser Kindergarten macht 15:30 Uhr komplett zu und alle Erzieher sowie viele Eltern sind mitgelaufen.

Einer Farce glich es, dass ausgerechnet die im Land regierende Partei Wahlwerbung unter den Protestlern verteilte, während der Ministerpräsident wenige Tage zuvor wirklich haarsträubende Vorschlägen öffentlich verkündet hat, die jedes studierte Fachpersonal persönlich beleidigen - von den Auswirkungen auf die Kinder mal ganz abgesehen.



Das ausgerechnet meine Stadt, die deutschlandweite die höchsten Geburtenrate hat, sich so wenig um die Betreuungsschlüssel kümmert, ist beschämend. Bei den unter 3jährigen werden oftmals gleich neun Kinder von einer Person betreut (auch das ist ein Grund, warum wir den kleinen Bruder ganz bald der allerbesten Tagesmutter in den Arm drücken werden) und in den Kindergärten sieht es nicht wirlich besser aus. Da fast alle aus meinem Freundeskreis - und dazu gehören auch mehrere 3-Kind-Familien - nach dem ersten Jahr und einige sogar bereits zuvor freiwillig wieder arbeiten gehen, verschärft sich diese Situation sicherlich noch.


Die Demonstration endete mit dem anbringen vieler "Betreuungsschlüssel" an den Türen des Ministerium. Unglaublicherweise öffnete ausgerechnet der netteste des Wachdienstpersonals, der mir als Mitarbeiter einer kulturellen Institution regelmäßig den Sonderzugang zur Ministeriumskantine ermöglicht, dienstüberbeflissen die Tür und entfernte noch während der Veranstaltung unter skandierenden "Schämt euch!"-Rufen bereits einen Großteil der Schlüssel.

Da selbst die Veranstalter mitteilten, dass sie die Mahnschlüssel doch nach(!) der Veranstaltung selbst entfernen würden und ich bestätigen kann, dass nach einer Nacht nur noch zwei kleine Bändchen an die Aktion erinnern, frage ich mich tatsächlich ein bisschen, was man damit erreicht. Warum positioniert man sich nicht direkt unter den Büroräumen und warum können die Vorschriften nicht zulassen, dass die Demonstrationsportestzeugen nicht wenigstens 24h hängen bleiben dürfen, damit die Ministeriumsmitarbeiter sie wenigstens am nächsten Tag nochmal sehen ....
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Historische Holzspiele zum Spielwochende in Pillnitz

Das geplante Zeltwochenende mussten wir aufgrund der Nachttemperaturen im einstelligen Bereich und nach der verregneten Wetterprognose zwar ausfallen lassen, aber dafür haben wir einen Teil des Wochenendes komplett verspielt. Hinter dem Bergpalais in Pillnitz* fand eine Spielewochenende statt, bei dem über 30 historische Holzspiele ausprobiert werden konnten. Nachdem sich das Tochterkind standesgemäß als Ritter verkleidet hatte, gingen wir auf Entdeckungstour.



Viele Spiele konnten wir auch unserer 4jährigen bereits gut erklären, wobei ich es erstaunlich fand, dass so eine Dreierreihe wohl doch ziemlich viel Strategiedenken vorraussetzt, um zu gewinnen. An ihre eigene Reihe hat sie ja schon ganz gut denken können, aber den "Gegner" miteinzuplanen, war für sie gar nicht so einfach.



Neben den Kinderspielen gab es auch Herausforderungen für die großen Spieler, denen die Regeln von kostümierten Spielführern erklärt wurden. Mahjong* habe ich dabei das erste Mal in einer nicht-virtuellen Variante gesehen.



Das Tochterkind hat sich währenddessen für ein Schiebespiel, Ballwerfen und ein Zielspiel mit Toren interessiert. Dabei ist mir wieder eingefallen, dass ich dieses Spiel früher in einer Murmel-Pappkarton-Variante sehr oft mit meiner Oma gespielt habe. Seltsamerweise hatte ich das fast vergessen ....




Alle zusammen haben wir mit dem Tochterkind dann noch eine Art Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt, bei dem mit Muscheln gewürfeln wurde. Dadurch konnte auch das Tochterkind sehr schnell erkennen, welche "Zahl" gesetzt werden musste. Vorher entscheidet man sich dabei, ob die Muschelober- oder Unterseite zählt.



Mein absolutes Lieblingsspiel war ein Kugelbalancierspiel, das zu viert gespielt wurde. Das fand ich so großartig, dass ich es mir auch sofort zu Hause hinstellen würde. Kennt jemand diese Variante?


Die Spielezeit war für uns alle wunderbar und am schönsten fand ich dabei, dass fast alle Besucher geduldig gewartet haben, bis sie selbst an der Reihe waren. Da wurde nur selten (vor)gedrängelt und manchmal fanden sich auch ganz ungezwungen neue Spielkonstellationen zwischen völlig unbekannten Paaren. 
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Nähtreff der Dresdner Nähblogger

Auch diesen Monat gab wieder einen Nähtreff der Dresdner Nähblogger und so langsam bekommen die Abende regelmäßiger den Charakter, wie ich mir das im April vor drei Jahren so vorgestellt hatte. Tische mit vielen ratternden Nähmaschinen, nette Gespräche zwischen Bloggerfreunden und sogar eine Mitnäherin, die mit mir über den nächsten Nähschritt in der (Ottobre)-Nähanleitung* rätselt.


Wie am Tischtuch schon zu erkennen ist, wurde diesmal im "Kegelheim" in Pirna genäht, was uns Resize-genadelt möglich gemacht hat. Die Kegelbahn hatte alles, was sich der Näher so wünscht - mehrere Tische für Nähmaschinen, genügend Platz zum zuschneiden und sogar eine Küche, für den kulinarischen Teil.



Mit mir genäht haben diesmal Mehr Sonntag, Frauenoberbekleidung, Schau´n wir mal, Näähglück, Mit Nadel und Faden, Ranunkelchen, Frau Atze, Himmelblau und Sommerbunt, Friemeleien und Dani-Ela. Malou kam ohne Nähmaschine aber dafür per Fahrrad nach Pirna.


Die Bandbreite an Maschinen war - glaube ich - bei noch keinem Nähtreff bislang so  groß - da arbeite eine Stickmaschine und mehrere Overlocks liefen. Ich selber dachte ja eigentlich, dass ich meine Großmaschine mit dem Einzug der "kleinen" Overlock nicht mehr zu den Nähtreffs schleppe, aber für das geplante Nähprojekt war sie dann doch notwenig. Erstaunlicherweise passte sie sogar komplett in meinen ganz großen roten Koffer* und so konnte ich problemlos mit der Bahn anreisen.



Nach meiner Drängelei sollte es sogar schon 15:00 Uhr losgehen und es war mir sehr peinlich, dass ausgerechnet ich - dank ungeplanter Dienstreise - erst mit 1,5-stündiger Verspätung eingetroffen bin. Produktiv waren wir wahrscheinlich alle an diesem Nähabend. Mit Nadel und Faden hat gleich vier Projekte fertiggstellt, von denen sich drei für ein Instagram-Shooting bereit gesetzt haben. Neuerdings verwenden wir den Hashtag #dresdennäht, der direkt auf dem Gemeinschaftsblog eingeblendet wird.
 

Ich selbst habe mich zusammen mit Näähglück* an mein allererstes Ottobre-Projekt* der höchsten Schwierigkeitsstufe gewagt. Ein Viertel habe ich davon an diesem Abend geschafft und ich bin sehr gespannt, ob ich es wirklich alleine durch die restliche Nähanleitung schaffe ...
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Geschenk Kindergeburtstag: Indianerkissen

Wie bereits erwähnt, war das Tochterkind letzte Woche das erste Mal bei einer Kindergartenfreundin zum Geburtstag eingeladen. Kindergeburtstagseinladung gibt es zwar schon lange - aber bislang noch nie direkt aus dem Kindergarten. In der liebevoll gebastelten Einladung wurde eine Indianerparty angekündigt, so dass ich nicht lange überlegen musste, was als Geschenk mitgegeben werden kann.


Vernäht wurde der fast aufgebrauchte Tilda-Stoff, bei dem dank exakter Messerei auch erstmals auf der Rückseite die Coverlocknaht den Stoffrand genau eingefasst hat. So musste danach nichts abgeschnitten werden und die Versäuberungskante sah sehr ordentlich aus. Gestickt wurden die Indiander von Susalabim, die es bei Kunterbuntdesign gibt. Die Schrift ist Curlz von GiniHouse und sollte als Rauchform über dem Indianerfeuer aufsteigen. So richtig überzeugt hat mich das ziemlich blasse Ergebnis dann aber irgenwie nicht.



An die Seite kamen auf Wunsch der Tochter nicht nur sechs ihrer eigenen Milchmäuse (und das obwohl das einladende Kind fünf geworden ist) sondern auch gleich drei Einnäher. Neben dem Nählabel* und ihrem eigenen Namensband*, damit nicht vergessen wird, wer das Kissen geschenkt hat, haben wir ein Stückchen Love-Webband* rausgesucht. Die Einladung hat inzwischen übrigens einen festen Platz im Kinderzimmer und die bunten Federn, von denen noch einige mehr als gebastelter Kopfschmuck mitgebracht wurden, verteilen sich hartnäckig in der gesamten Wohnung.



Ich selber freue mich nicht nur über den gelungenen Kindergeburtstag, zu dem sie eingeladen war, sondern auch über die Erkentniss, dass Rosinen im Stockbrot eine wirklich leckere Idee sind. Ich durfte als abholende Mama noch ein bisschen am Feuer sitzen, da die Tochter nach kurzer Zeit keine Lust mehr hatte ihren Knüppelkuchenteil geduldig ins Feuer zu halten ...

Verlinkt beim Freutag und Kiddikram.
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Rezension: Heilende Gewürze

Vom Narayana-Verlag, dessen Programm die Bereiche Alternativmedizin und Homöopathie umfasst, habe ich das erste Mal ein Rezensionsexemplar bekommen. Bei dem Buch "Heilende Gewürze"* von Bharat B. Aggarwal bin ich zunächst eigentlich nur von einer Bereicherung unserer Küchenlektüre ausgegangen, in der ein Gewürze-Buch ohnehin noch fehlte. Ich selber bin da bislang wenig experimentierfreudig und nur der Mann greift gern und tief in unser Gewürzefach. Der Untertitel "Wie 50 heimische und exotische Gewürze Gesundheit erhalten und Krankheiten heilen können" hätte mich aber bereits auf den Schwerpunkt des Buches hinweisen können, der weniger im Küchenumfeld als vielmehr im Gesundheitsbereich liegt.

Abbildung vom Narayana-Verlag

Das im März 2014 erschienene, über 500 Seiten dicke, gebundene Nachschlagewerk gliedert sich nach einer Einführung in fünf Teile. Im ersten Teil wird über "Die Heilkraft der Gewürze" berichtet, in Teil 2 folgt die Hauptübersicht "Die heilenden Gewürze", Teil 3 behandelt "Spezielle Gewürzmischungen", Teil 4 listet unter "Gewürze als Naturmedizin" eine A-Z-Liste mit Krankheiten und den zugeordneten Gewürzen auf und schließlich folgt im letzten Teil "Ressourcen" ein Leitfaden zum Einkauf, verschiedene Indices, Literatur- und Autorenangaben sowie das Abbildungsverzeichnis.

Abbildung vom Narayana-Verlag
Am meisten überrascht an diesem dickbändigen Kompendium die Betonung der Krebsbehandlungsmöglichkeiten, die meine Einstellung, ein schön aussehendes Küchenbuch mit ein paar Rezepten und zusätzlichen Halsweh-Tinkturen zu bekommen schlagartig geändert hat. Schlagzeilen wie zur Zwiebel "Ist sie zu stark, ist der Krebs zu schwach" (S. 413) lassen bei mir - die im Freundes- und Bekanntenkreis schon viel zu viel Kontakt zu dieser so oft tödlich verlaufenden Krankheit hat - ein ungutes Gefühl aufkommen. Soll wirklich 'eine Zwiebel mehr' ausreichen, um die in vielen Bereichen noch unerforschten  Krebserkrankungen beherrschen zu können? Meine Zweifel sind da sehr groß.
Abbildung vom Narayana-Verlag

Andererseits ist der Autor alles andere als ein Scharlatan, denn als Endokrinologe und promovierter Biochemiker ist er kein Quereinsteiger. Folgt man seiner Biographie findet am ihn als Mitarbeiter am Anderson Cancer Center in Houston und Krebsforscher bei Genentech. Seitenweise durchgelesen habe ich das Gesamtband bislang noch nicht - überlege aber schon, ob ich es als Urlaubslektüre mitnehme - habe mich aber an relativ vielen Stellen bereits festgelesen. Der Autor scheint nicht zu den Alternativmedizinern zu gehören, die konventionelle Krebsbehandlungen ablehnen, sondern gibt beispielsweise beim Schwarzkümmel an, wie dieses Gewürz die Wirksamkeit der Chemotheraphie steigern kann.

Diese Einstellung ist mir schon wieder sympathischer, denn auch wir vertrauen - bereits mehrfach zum Unverständnis der besorgten Großeltern - recht intensiv auf Naturheilmittel und vor allem auf die Selbstheilungskraft des Körpers. Daher behandeln wir die ohnehin nur sehr selten fiebernden Kinder bei erhöhten Temperaturen nicht mit Fiebersäften o.ä.. Bei wirklich schweren Erkrankungen würden wir aber niemals auf die Fortschritte der konventionellen Behandlungsmethoden verzichten.

Abbildung vom Narayana-Verlag
Wirklich problematisch bleibt für mich aber der extrem häufige Hinweis auf Tierversuche. Ungute Bilder von scharfen Gewürzen in Kaninchenaugen drängen sich da auf und mir bleibt nur zu hoffen, dass sich dahinter doch mehr Reagenzgläsertests verbergen, als ich befürchte. Das recht textlastige Buch* vermittelt mit seinen 29,90 €* eine Fülle von Fachinformationen zu 50 Gewürzen und ermöglicht neben den zahlreichen Studien aus dem Medizinbereich auch einen Blick in die Geschichte der Gewürze, während die Rezepte tatsächlich zujm Kochen anregen.

Dem Buch ist übrigens gleich ein Werbeblatt zu denen im Verlagseigenen Shop käuflich erhältlichen Gewürzen beigelegt, in dem auch Walzensaftpressen* für fast 600 €  und Entsafter* für die Hälfte angeboten werden. Bislang dachte ich nur Kaffeevollautomaten* wären so übertrieben teuer.

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12tel Blick August 2014 Vierseithof

In den letzten vier Wochen hat sich wieder einiges getan, was sich im wöchentlichen Bauberatungsprotokoll so liest "Los 0: Aushub Nord ca. 800 m³ mit Abfuhr, Planum, Beginn Baustraße; Abbruch AN 100%; Abbruch Scheune 100%, Separierung und Abfuhr Bauschutt 95%, Aushub Scheune 50%, StüWi bestellt, Giebel HH gesichert". Der 12tel Blick zur Fotoaktion von Tabea Heinicker zeigt deshalb tatsächlich kein einziges Mäuerchen mehr von Anbau und Scheune. Die Gegenüberstellung zum Vorjahresblick macht besonders deutlich, wie viel Substanz verschwinden musste.

August 2014

August 2013
Am problematischsten waren die Giebelwände des Herrenhauses - der inzwischen geschlossen ist  - und der Scheune, die auf das benachbarte Gelände zu stürzen drohte. Inwischen sind aber auf dem Scheune-Gelände nicht nur die restlichen Mauern gefallen sondern bereits der Aushub für den Passivhausneubau begonnen. Die größte Aufregung im letzten Monat waren dabei sicherlich die Knochen, die unter dem Scheune-Fundament zum Vorschein gekommen sind.






Letzte Woche kamen beim Probeschürfen zur Beurteilung des Baugrundes Knochenfunde ans Tageslicht. Das informierte Landeamt für Archäologie schickte uns überraschend schnell einen Grabungstechniker, der die Fundstelle untersuchte, denn schließlich sitzen wir ganz offiziell auf einem Bodendenkmal. Zuvor hatten die Ärzte aus unserer Baugemeinschaft aber schon eingeschätzt, dass es keine menschliche Überreste wären.

Inzwischen haben wir die offizielle Einschätzung:

“Es handelt sich um die Knochen mehrerer Tiere, u. a. vom Rind. Diese sind vor dem Bau der Scheune, etwa im 15. bis 18. Jahrhundert dort vergraben worden. Ich habe die Knochen nicht alle geborgen, so dass an dieser Stelle weitere auftreten werden.
Knochen aus diesem Bereich können problemlos entsorgt werden, nur bei Neufunden aus anderen Bereichen würde ich Sie um Mitteilung bitten.
Dem Fortgang der Bauarbeiten steht aus unserer Sicht nichts im Wege.”




Für den  SINNblick 2014  von blick7 war ich diesmal auch wieder besonders aufmerksam:

Gesehen:
Eindeutig eine Baustelle und ein kleines Sandsteinmäuerchen zum Schutz den Hofnussbaumes.

Gehört:
Nur ein Flugzeug, das über den Hof flog.

Gerochen:
Feuchte Erde vom leichten Sommerregen.

Gedacht:
... hoffentlich sieht keiner, wie ich mal schnell zum Fotoplatz durch den Bauzaun gehuscht bin

Den Bauforschritt zu sehen, mag ich am heutigen Mittwoch und verlinke es daher wieder bei Frollein Pfau.
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Transparenzbericht 07/2014

Statt dem neuesten Stoff im Stoffgebirge, wie sonst häufig am Creadienstag, veröffentliche ich heute den Transparenzbericht zu meinen Blogeinnahmen vom Juli, die mir trotz Vierseithofprojekt das manchmal doch recht kostspiegelige Hobby ja eigentlich erst ermöglichen. Erstaunlicherweise brachte der Juli - nach dem bislang schwächsten Blogeinnahmemonat Juni - mit glatten 123 € das bislang beste Ergebnis dieses Jahr. Meine Blog-Design Umstellung scheint meine Leser offensichtlich weder in die Flucht geschlagen zu haben, noch den Werbeeffekt der Partnerprogramme negativ beeinflusst zu haben - eher im Gegenteil.

Einzeln aufgelistet, verteilen sich die Blogeinnahmen auf sagenhafte 65,96 € von DaWanda*, gefolgt von 25,00 € durch den Monatssponsor brauen.de und nur 23,90 € vom Bücherriesen*, der damit weiter auf dem absteigenden Ast ist. Erfreulich hohe 7,95 € kamen vom Selbermacher-Portal* und geringfügige 0,18 € von Flattr*. Ausgegeben wurden neben dem 2€-Flattr-Betrag 20 € bei Internaht*, die in einen Bündchen-Kauf da und Restetüten sowie Bündchen dort geflossen sind.


Auch der Warenwert ist mit 102,82 € kräftig nach oben geklettert und umfasst neben den Rezensionsexemplaren ein Einsteigerbrauset vom Blogsponsor für 24,99€. Buchbesprechungen gab es diesmal von "beBeanie beats. Featuring Glasperlenspiel: Häkelaccessoires zum Kombinieren"*, "essbar: Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche"*, "Ich hab dich lieb" und "Das große Waldbuch"*.
  
Im Juli wurden 23 Blogbeiträge geschrieben und die Seitenaufrufe fielen auf 23.144. Gelistet und mit anderen Bloggern verglichen wurde mein Transparenzbericht des Vormonats wieder hier.

Habt vielen Dank dafür, ihr lieben Über-die-Seite-Besteller!



Da das Zahlenwerk so sehr unkreativ ist, zeige ich heute zum Creadienstag wenigstens noch einen Teaser zu meinem derzeitigen - ziemlich aufwendigen - Stickprojekt.


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