Reservetechnik

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Verlosung

#bloggerfürflüchtlinge Essenausgabe in der Dresdner Zeltstadt

Meine Sonntagsfreude ist heute, dass ich gestern im Dresdner Zeltflüchtlingelager Obst und Gemüse von der Dresdner Tafel mit sortieren und austeilen durfte.


Nun bin ich zwar glücklich, endlich etwas getan zu haben, aber auch tief emotional betroffen, wie wir "was von des Reichen Tische fällt" an Flüchtlinge verteilen. So viele junge und alte Menschen, Familien mit Babys, die auf eine kleine Tüte Obst warten, denn nur wer sich persönlich anstellt, bekommt etwas ... ich glaube, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dort mit geholfen habe ...

Verlinkt auch bei meiner eigenen Blogparade #meinfreundsalim, denn dort freue ich mich über jeden (Blog)Beitrag - auch von Nicht-Kinderbuch-Lesern, der dieses wichtige Thema aufgreift ...
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Etsy Design Awards Finale #etsydesignawards

Ende Juni habe ich ich bereits von den Etsy Design Awards berichtet. Aus den vielen Einsendungen wurden 60 Finalisten gekürt, für die nun noch bis zur kommenden Woche beim Community's Choice Award abgestimmt werden kann.


Die Finalisten verteilen sich auf fünf Kategorien, bei den jeweils 12 Etsy-Shops in der Finalrunde dabei sein dürfe, die sich wiederum mit einem Produkt aus ihrem Angebot vorstellen

1.) Kategorie Art & Illustration

Aus dem Bereich Art & Illustration war mir bislang nur hebbedinge* bekannt, deren Werke ich bereits zum etsy kids pop-up shop in Dresden bestaunt habe. Meine Stimme wird aber an die Berliner Illustratorin Theresa Grieben* gehen, deren handgezeichnete Neuseeland- und Berlin-Karten mich sehr überzeugen.



2.) Home & Living

Auch bei Home & Living gibt es bereits einen bekannten Namen für mich, denn bastisRike, die eigentlich auch in den Bereich Illustration gehört und unser Hochzeitssymbol entworfen hat, sich hier aber mit einer kuschligen Wohndecke präsentiert, ist in dieser Kategorie mit dabei. Voten werde ich aber für ChaRasMatic*, denn ihre sich drehenden Hängepflanzampeln aus Holz könnte ich mir auch gut im eigenen Wohnzimmer vorstellen.



3.) Fashion

Bei den Kleidungsmachern ist Kandatsu* vertreten, der ich beim Dresdner etsy kids pop up shop sogar schon persönlich begegnen durfte. Nachdem ich aber auch dieses Jahr wieder daran gescheitert bin, eine Bademode zu finden, die mir wirklich gefällt, stimme ich für 1979swimmwear* aus Berlin.



4.) Accessoires

Bei den zwölf Finalisten aus dem Bereich Accessoires sind alle Namen für mich neu. Bei naneadam* aus Weimar gefallen mir die leuchtenden Ringe, die auf dem Tragebild wirklich schick am Finger aussehen.



5.) New Talent

Auch von den neuen Talenten kommt mir bislang niemand bekannt vor. Federleicht und in Glas erstarrt, begeistern mich in dieser Kategorie aber die Papgeienfeder-Ringe von patamaker*, die übrigens angibt, dass die verwendeten Federn alle bei der natürlichen Mauser ausgefallen sind und kein Papagei für die Ringe gerupft wurde.



Stimmt ihr denn auch mit ab und was sind eure Lieblingsfinalisten?
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Rezension: Leo Lausemaus - Meine schönsten Geschichten

Unsere Entscheidung beim Spielzeuggebirge der Kinder auf unser Bauchgefühl zu hören und den Plastikanteil dabei möglichst gering zu halten, sowie der nicht vorhandene Fernseher führt zwangsläufig dazu, dass das Tochterkind im Kindergarten weder mit dem Filly Fanbuch* auftauchen noch bei der neuesten Staffel von Germany Next Topmodel mitreden kann. Kürzlich habe ich aber ein Leo Lausmaus-Buch bei der Kindergartenfreundin entdeckt und als wenige Tage später der Lingen-Verlag ein Sammelband aus der dieser Serie anbot, konnte ich wenigstens diese Wissenslücke schließen.

Abbildung vom Lingen-Verlag
In "Leo Lausemaus - Meine schönsten Geschichten"* sind mit "Leo Lausmaus will sich nicht die Zähne putzen", "Leo Lausmaus trödelt mal wieder" und "Leo Lausmaus will nicht teilen" gleich drei Geschichten enthalten. Zusätzlich gibt es nach jeder Geschichte einen kleinen Zusatz. Das sind die zwei Rezepte für Möhrchenfit-Pfannkuchen und Schoko-Möhren-Muffins sowie eine Übersichtsseite zum Zähne putzen. Sehr gut gefallen mir auch die farbenfrohen Illustrationen von Marco Campanella.

Abbildung vom Lingen-Verlag
Die Texte können aber weder sprachlich noch inhaltlich wirklich mithalten. Thematisch sind die Leo-Lausmaus-Geschichten mit einem sehr erhobenen-Zeigefinger-Gestus für Vorschulkinder konzipiert, wobei eine Schrift(über)größe gewählt wurde, die nur verständlich wäre, wenn hier das Erstlesealter angesprochen werden sollte. Immerhin können diese Bücher sicherlich auch Großeltern, die ihre Lesebrille vergessen haben, mühelos entziffern. Der gewählte Sprachstil ist mir persönlich zu einfach gehalten, denn da wurden so einfache Satzkonstruktionen gewählt, dass der Vorlesefluß fast schon ins stocken kommt:

"Leo Lausmaus und Didi haben sehr gut geschlafen. So ausgeruht denken die beiden auch schon ans Frühstücken. Gut, dass die Mama etwas vorbereitet hat." (S. 26)

Damit wären wir auch gleich beim Hauptkritikpunkt des Buches, denn die Familienwelt wird ebenso plakativ dargestellt, wie die Sprache. Auch wenn die Maus-Mama zur Arbeit geht, scheint sie sämtliche Familienaufgaben alleine zu übernehmen. Sie macht Frühstück und Abendbrot, bringt zum Kindergarten, holt dort wieder ab, liest die Abendgeschichte vor, tröstet, ermahnt und der Mausvater erscheint lediglich am Frühstücktisch sitzend oder Zeitung lesend auf dem Sofa. So ein Familienalltag erscheint mir (hoffentlich) schon deutlich antiquiert.

Die Buchrezension wurde übrigens an einem Tag geschrieben, als die Blogschreiberin den Kinderlein nur einen Guten-Morgen-Kuss zuwarf, während der Mann die beiden Kinderlein weckte, den Jüngsten Stoffwindel-wickelte, anzog, mit ihnen frühstückte und sie anschließend bei Tagesmutter und Kindergarten ablieferte. Beim Nachmittags-Abend-Programm wurden die Rollen dann getauscht ...




Vom Lingen-Verlag wurde bereits vorgestellt:
"Tilly und ihre Freunde - das Sternenfest"

AMBERLIGHTS REZENSIONSPORTAL

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This is not ok - Katalog der Nähbloggerinnen

Bereits Anfang des Monats ist mir die Aktion "This is not ok" unter die Augen gehüpft, die sich gegen die Ausbeutung der Wegwerfkleidungsindustrie richtet. Inzwischen habe ich zwar ein bisschen ein faden Beigeschmack, wenn ich daran denke, wie nah die Menschen sind, die froh sind, wenn sie überhaupt genügend Kleidungsstücke besitzten, aber das Thema FastFashion bleibt dennoch so wichtig für mich, dass ich mit dabei bin. Das Engagement, das hinter dieser Aktion steckt, mag ich am Mittwoch.


Eigentlich hatte ich geplant, für diese wichtige Bloggeraktion das allererste Mal Gesicht zu zeigen. Deshalb wurde nicht in die Kopf-nach-oben-unten-hinten-werf-Trickkiste gegriffen. Entstanden sind so nur ganz wenige Bilder, da sich der Sohn gleichzeitig kreischend auf den Boden warf und der fotografierende Mann mit sämtlichen Geburtstagspicknickutensilien beladen war.

Die anschließende Fotoausbeute zeigte mir aber leider, dass dringend der Lockenkopf in Form geschnitten werden muss und auch der Gesichtsausdruck nicht akzeptabel war. So kann ich mich keinesfalls erstmals "mit Gesicht" in der Nähbloggerwelt zeigen. Es bleibt also - wie auch bei der Hochzeit vor Jahren - bei meiner bisherigen Entscheidung zum Privatbild. Aber hier geht es ja auch nicht um meinen Kopf, sondern um die Kleidung ...

Getragen habe ich (an meinem Geburtstag) ausschließlich selbstgenähte sowie fairwear-Kleidung und kann mich deshalb nun an der Aktion beteiligen. Da wäre ein schon vor drei Jahren (!) selbstgenähter und bestempelter Rock, ein selbstgenähtes Shirt aus Viskosejersey, dessen Stoffqualität mich aber nicht wirklich überzeugt und meine leider in den letzten Jahren schon ziemlich ausgeblichenen roten Lieblings-Öko-Schuhe von Loints of Holland*. Auch der Schmuck kann das Label Nachhaltigkeit bekommen, denn da habe einen roten Emaille-Schmuck von einem kleinen Handwerksbetrieb umgelegt und den Unikat-Verlobungsring von einer Goldschmiedin links und den ebenfalls einmaligen Ehering mit dem mit dem Ginkgo-Motiv-Entwurf von bastisRike* rechts angesteckt. Außerdem sieht man noch eine Dresdner Frauenkirchen-Uhr zur Glockenweihe von 2003.

Der Blick in dem Kleiderschrank zeigt, dass ich in den letzten Jahren nur noch ein bis zwei Kleidungsstücke - und zwar Hosen - aus den Großkonzern-Modehäusern oder sogar auch nur bei Kleiderkreisel kaufe. Momentan fehlt uns durch die Vierseithofsanierung nicht nur das Geld dazu, sondern meine Einstellung zum bedenkenlosen Modeshopping hat sich tatsächlich geändert. Außerdem ist der Kleiderschrank ohnehin zu voll. Neben den (zu wenigen) selbstgenähten Kleidungsstücken für mich gibt es bislang drei bewusst als Geschenk ausgesuchte Fairwear-Kleidungsstücke: einen Rock von alltag berlin by chapati, ein langärmliges Shirt von Consequent* und mein Lieblingsshirt von Madness*. Vor der Bio-Kleidung gab es bei mir bereits einige Bio-Schuhe, denn dort habe ich fast nur noch noch Loints und Waldviertler-Schuhe vom Waschbär-Versand*, da ich in fast allen anderen Schuhe sofort Blasen bekomme. Beim nächsten (Geschenk)-Fairwear-Kleidungskauf wird wahrscheinlich im Avocadostore*  vorbeigeschaut.

Auf dem Nähtisch liegen außerdem immer öfter Bio-Stoffe, wie sie von der Eulenmeisterei und Internaht verkauft werden, aber das ist bereits ein anderes Thema ...
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Geldgeschenk: Kaktus

Wie bereits kurz erwähnt, durfte auch ich diesen Monat Geburstag feiern. Von wirklich existentiellen Sorgen sind wir zwar weiterhin weit entfernt, aber die Kostenspirale des Vierseithofprojekts bringt uns dennoch einige schlaflose Nächte. Ebenso wie beim Sohnemann haben wir daher selbst möglichst keine Euronen ausgegeben und die Geschenkewunschliste für den Familien- und Freundeskreis auf reine Geldgeschenke reduziert, auch wenn sich nicht alle daran gehalten haben.


Geld- oder reine Gutscheingeschenke gehören sonst ja eher nicht zu unseren Lieblingspräsenten, aber immerhin gab es diesmal als konkreten Anlass die Refinanzierung meiner familienfreien Stockholm-Reise, den Geld für den Fliesenspiegel oder die Steckdosen fanden wir dann doch etwas zu unkreativ. Um so kreativer waren aber dafür die Schenkenden. Am besten hat mir dabei dieser Gurken-Geld-Kaktus gefallen.


Verlinkt beim  Creadienstag, Handmade on Tuesday und den Dienstagsdingen.
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Blogparade #meinfreundsalim #bloggerfürflüchtlinge Zwischenbericht No. 1

Gleich zweimal gab es in letzter Zeit die Frage, welches Redaktionsteam hinter amberlight-label stehen würde, da doch unmöglich nur eine Bloggerin alle Texte verfassen könnte. Doch - kann man ... allerdings nur, wenn man die fernsehfreien Abende vor dem Monitor verbringt. Immerhin bestimmt man das Programm dabei selbst.

Normalerweise wird immer "vorgebloggt", da ich zur Veröffentlichungszeit entweder noch im Bett liege oder schon längst im Sozialen-Netzwerk-freien Büro sitze. Wenn das Leben - so wie die letzten Tagen - dann aber tatsächlich keine abendliche Blogezeit zulässt, muss ausnahmsweise nachgebloggt werden, so wie heute, denn diesmal ist es mir besonders wichtig, dass der Monatsbericht zu #meinfreundsalim an einem 24. online geht.


Vor vier Wochen habe ich meine eigene kleine Blogparade gestartet und dazu ein Kinderbuch zur Flüchtlingsthematik auf Lesereise geschickt. Wie angekündigt, wird jeweils am 24. ein Zwischenbericht verbloggt.

In den ersten vier Wochen haben sechs Blogger die virtuelle Hand gehoben, dass sie (mit ihren Kindern) das Buch lesen möchten, um über das wichtige Thema (Boots)Flüchtlinge zu sprechen: Frau Schnittchen - Stoff-Verzueckt - Frau Scheiner - Casoubon - Mama denkt - Doppelnaht. Nur eine Bloggerin habe ich dabei persönlich angesprochen und gefragt, ob sie nicht auch dabei sein möchte. Ein bisschen unsicher bin ich noch, ob ich dieses möchtest-du-nicht-auch intensiviere oder wirklich abwarte, wer von sich aus dabei sein möchte. Momentan ist das Buch bei seiner ersten Lesestation bei Frau Schnittchen.

Blogleserreihe:

Außerdem gibt es bereits zwei Verlinkungen in der Blogparade. Dort freue ich mich über die Verlinkung jedes Blogbeitrags, der das Thema Flüchtlinge thematisiert - egal, ob dabei das Buch besprochen wird oder der Kontext. Daher habe ich auch bei Tollabea angefragt, ob ihr berührender Lebensgeschichten-Blogbeitrag bei mir verlinkt sein darf. Das sie sich die Mühe gemacht, ihren Beitrag selbst einzutragen, fand ich großartig.







Schließlich gibt es auch schon die ersten Euronen für Sea-Watch im Spendentopf, denn ebenso wie man sich auch bereits ohne Buch in der Blogparade verlinken darf, kann auch bereits gespendet werden.


Spendentopf für die Rettung von Bootsflüchtlingen:
15,50€


Zum Abschluss des Monatsberichtes gibt es noch eine kurze Übersicht zu virtuellen Projekten, die mir rund um die Flüchtlingsthematik aufgefallen sind.

1) WirNachbarn.com
Bereits Ende Juli gab es Kontakt zum Nachbarschaftsportal WirNachbarn.com. Dort organisiert sich im virtuellen Raum die "echte" Nachbarschaft. Auf Datenschutz wird dabei wohl besonders geachtet. Am Beispiel aus Berlin sieht man, dass sich darüber nun auch Hilfe für Flüchtlingsheime organisieren lässt.

Screenshot Pressematerial wirnachbarn.com
 2.) #bloggerfürflüchtlinge
Eigentlich erst wenige Stunden alt, aber dafür mit einer Resonanz, die meine kleine Aktion wohl nie hätte entwickeln können, ist die Aktion #bloggerfürflüchtlinge, die als betterplace-Spendenkampagne läuft, aber gleichzeitig viele Blogger zum schreiben bewegt hat, so wie ich mir das auch gewünscht hätte - wer seinen dabei entstanden Text auch hier verlinken möchte oder sich in die Lesereihe eingliedern möchte, ist natürlich gern gesehen

3.) Flüchtlingskindpatenschaft
Schließlich bin ich noch über den Beitrag einer Journalistin gestolpert, die einmal pro Woche ein achtjähriges, syrisches Flüchtlingskind als Patenkind für ein paar Stunden begleitet hat. Auch wenn ich mir wohl noch nie diese Zeitschrift gekauft habe und am Beginn vielleicht eine "gute Geschichte" liegen könnte, hat mich der Artikel sehr bewegt.
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Treff Dresdner Nähblogger im Königinnenreich August 2015

Ungewöhnlicherweise an einem Donnerstag - aber dafür am Lieblingsnähtreffort im Königinnenreich - fand gestern das monatliche Treffen der Dresdner Nähblogger statt. Ich selbst war nach Kindergarten-Sommergrill-Fest und Ernteanteil-Abholung sowie dessen Aufteilung so spät dran, dass ich schon leichte Zweifel hatte, ob man überhaupt noch vorbeischauen darf. Aber nicht nur der Empfang war herzlich, sondern die Runde auch noch vollzählig.


Obwohl ich es diesmal erst drei Stunden nach dem offiziellen Start geschafft habe, hatten sich by Aprikaner, Mit Nadel und Faden, Königinnenreich, Kääriäinen, Kuddelmuddel, Malou, Dani Ela, Friemeleien und als angereister Überraschungsgast by Herzellie noch nichtmal aus der Küche wegbewegt. Bei dem dortigen kulinarischen Angebot mit Pfifferlings-Flammkuchen, Schokomousse-Dessert und vielen anderen Leckerein war das auch nicht weiter verwunderlich.


Besonderer Höhepunkt war für mich die Übergabe der Schere, die ich im Nähcamp in Berlin liegenlassen hatte und die nun via Elle Puls (Berlin), ReSiZe-genadelt (Pirna) und by Aprikaner (Dresden) nun wieder bei mir gelandet ist. Nach dem Nähcamp ist für mich dieses Jahr ja vor dem Nähcamp. Ob ich es wagen sollte, die Schere Ende September mit nach Hannover zum Lillestoff-Festival zu nehmen?


Die Schere kam auch gleich zum Einsatz, denn sie durfte die Fäden des Kindergartennähauftrags abschneiden, bei dem die Beine eines Kochs (?) angenäht wurden, der wohl - wie auch immer - in der Bauchtanzgruppe verwendet wird. Vor dem Koch im oberen Bild kann man übrigens ein Ministückchen von meinen feinen neuen Schal von Gudrun Sjödén (Startseite DE)* erkennen, den es für mich zum Geburtstag gab und der direkt in Stockholms Altstadt gekauft werden konnte. Im Lieblingsgrün mit gleich drei verschiedenen Mustern wird er hier bestimmt noch öfter an mir zu sehen sein. Nach dem Pflichtnähprogramm konnte ich mich dann noch dem Zuschnitt der nächsten Kinderhose von Näähglück* widmen und sogar ein bisschen Farbe mit Textilfarbstiften aus dem Königinnenreich auf die Giraffen* aufbringen. 


Es war - wie nun schon so oft - ein wunderbarer Abend und damit auch mein heutiger Beitrag zum Freutag. Besonders interessant fand ich den Blick hinter die Kulissen der gewerblichen Näherei von by Herzellie*, die soeben ihren ersten (?) eigenen Stoff "Verzauberte Mondnacht"* auf den Markt gebracht hat. Vor mittlerweile über zehn Jahren sind wir uns bereits auf der Hochzeit ihrer Schwester "Himmelblau und Sommerbunt" begegnet. Eigentlich müsste ich mal suchen, ob es davon noch Bilder gibt ...

Besonders freut mich an diesen Treffen:
1.) In einer Runde nähen zu dürfen, wo ich bislang noch nicht erlebebt habe, dass zwischen den gewerblichen Nähern das Thema Konkurrenz eine Rolle spielen würde
2.) Die Offenheit nicht nur bei der Verwendung aller Nähmaterialien zu spüren
3.) sondern auch bei der derzeitigen Flüchtlingsproblematik
4.) endlich auch mal zwei Nähblogger nach Hause gebracht zu haben, statt selbst immer nun in andere Autos einzusteigen
5.) zu wissen, dass es diese Treffen weiter geben wird 

Verlinkt beim  H54F, Friday Fives und dem Freutag.
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Rezension: Kreativbuch für wilde Kerle und mutige Mädchen: Basteln, Spielen, Kunst machen

Der Titel "Kreativbuch für wilde Kerle und mutige Mädchen"* aus der Frühjahrsneuerscheinungsliste des Verlags Edition Michael Fischer hat bei mir zunächst die Vermutung geweckt, dass die Autorin zu sehr auf das allgegenwärtige Gender-Thema aufgesprungen sein könnte und hier nach Geschlechter-Schubladen sortiert wird. Die gebundene Publikation mit dem anspruchvollen Untertitel "Basteln, Spielen, Kunst machen" kann aber auf 144 Seiten sowohl im Layout wie auch bei den Kreativideen überzeugen. Katharina Naimer, die Bildhauerei und Malerei studiert hat, unterhält mit Kollegin ein Kinderatelier in München.

Abbildung Edition Fischer

Der Inhalt des Buches gliedert sich in neun Kapitel und umfasst "Bei Räubern, Trollen und Ungeheuern", "Im Märchenland", "In der Feenwerkstatt", "Bei den Indianern", "Im Zirkus", Auf der Ritterburg, "Im Zaubergarten", "In der Geisterbahn" und "Im Filmstudio". Jedem Themenabschnitt sind drei bis sechs Bastelideen zugeordnet, die zunächst auf einer Einzelseite gezeigt werden. Dort wird in der Rubrik "Du brauchst" angegeben, welche Materialien benötigt werden. Es folgt eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung in Text und Bildform. Am besten gefällt mir dabei, dass mit alltäglichen Materialien gebastelt wird und kein teures Sonderzubehör besorgt werden muss.
Abbildung Edition Fischer
Der Textbereich spricht dabei immer die jungen Bastler direkt an. Da die Zielgruppe mit fünf bis 12 Jahren angegeben wird, können die Schulkinder wohl tatsächlich alleine mit diesem Buch Ideen entwickeln. Außerdem werden die Kindern ganz wunderbar in ihrer Welt abgeholt, denn beispielsweise beim Säbel heißt es "Er ist ein ganz schöner Schurke, der Räuber Hotzenplotz! Die Großmutter erschrickt sich sogar so sehr vor ihm, dass sie in Ohnmacht fällt. Und weißt du auch, warum der Hotzenplotz so Furcht einflößend aussieht? Genau! In seinem Gürtel stecken sieben Messer!" (S. 20) Unsere Tochter wird davon sicherlich begeistert sein, denn der Hotzenplotz* läuft hier bei jeder Autofahrt hoch und runter.

Sehr passend wären in unserem Fall auch die Kreativideen zum Thema Zirkus gewesen, denn soeben hat der Kindergarten dazu ein Projekt abgeschlossen, bei dem sie die Ansagerin war. Ich selbst habe mich ja ein bisschen in den Pappelefanten verliebt.

Abbildung Edition Fischer
In einigen Kapitel stoplpert man wieder über die Gender-Thematik, wenn beispielsweise für die Jungs Indianer-Kopfschmuck und für die Mädchen Indianerketten gebastelt werden, aber da auf den Bildern auch die "mutigen Mädchen" zu Pfeil, Bogen und Kopfschmuck greifen, fällt dieser Kritikpunkt dann doch weg. Das letzte der neun Kapitel schafft den Sprung zu den größeren Bastelkindern, denn mit den Filmstudio-Ideen, die mit Digitalkameras umgesetzt werden, lassen sich bestimmt auch noch Zwölfjährige begeistern. Mit seinen 16,99€ für dieses Buch* bekommt man auf jeden Fall zahreiche Anregungen, mit denen sogar Kindergeburtstage perfekt thematisch vorbereitet werden können.


Abbildung Edition Fischer
Vom EMF-Verlag wurde bereits vorgestellt:
"Sahneschnittchen: Schicke Schnitte zum Selbernähen für die Größen 46-56"
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Fusing: Glas Untersetzer

Als drittes Großprojekt habe ich mich beim Glaskunst-Workshop für zwei quadratische Untersetzter entschieden und durfte dabei statt der zu schneidenden Glasstückchen ein Glasgranulat verwenden. Die Berge der Spiralform sahen vor dem Brand überraschend hoch aus und ich bin froh, dass die Form dennoch so klar geblieben ist.


Der Blick auf meinen Arbeitsplatz zeigt neben den Spiraluntersetzern auch nochmal das Ginkgo-Blatt und unser Türschild vor dem Brand. Interessant, oder?


Die fertigen Glasuntersetzer machen sich jedenfalls nicht nur unter der Lieblingsteetasse sondern auch unter den Rosen und neben dem Geburtstagskuchen des Mannes für mich sehr gut.


Letzte Woche durfte ich nur knapp vier Wochen nach dem Sohnemann feiern. Eine Zwei habe ich allerdings nicht in meinem neuen Lebensalter aber dafür trennen mich nun nur noch zwei Jahre bis zum nächsten Lebensjahrzehnt. Die 30er sind eine feine und sehr turbulente Zeit - ich bin gespannt, was die letzten beiden Jahre bringen werden.


Verlinkt beim Kopfkino und Mittwochs mag ich.
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Fundstücke Stoffe

Wie bereits Anfang des Jahres hat mich die nächste Großschenkung mit (Vintage)Stoffen erreicht, denn die zukünftige Nachbarin ist bei der Reduzierung ihrer Bestände vor dem Umzug irgendwie deutlich effizienter als ich. Auch diesmal ist es ein Sammelsurium aus Kostbarkeiten - Brokatstoffe als Meterware, Naturseiden, Kunstseiden - aber auch Sammelstücke, die wahrscheinlich (auch) bei mir die nächsten Jahre ungenutzt lagern würden.



Ein bisschen besser war ich diesmal, denn ich habe sofort in darf-bleiben, wandert-zur-mit-Spitze-nähenden-Freundin und ist-nicht-mehr-zu-verwenden sortiert. Ein wirkliches gutes Beispiel zum OLW-Thema des Jahres ist aber wohl dennoch nicht.

Die Schenkung erreichte mich übrigens am familienfreien Sonntag und die bei mir bleibenden Stoffe vor den Augen des Mannes möglichst unbemerkt zwischenzulagern, war eine echte (kreative) Herausforderung.

Verlinkt beim Creadienstag.
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Sieben Sachen Sonntag No. 2

Da es mir beim ersten Mal so viel Spaß gemacht hat und es sich zum Wiedereinstieg nach der spontanen Urlaubswoche an der Ostsee und bei Görlitz ganz ohne Internet und Handyverbindung genau richtig anfühlt, startet die neue Blogwoche mit dem Sieben Sachen Sonntag von Grinsestern.


Meine Hände habe ich gestern dazu verwendet, um weit nach dem Sonnenuntergang auf die vier (!) Sternenschnuppen zu zeigen, die ich am Nachthimmel dank der Perseiden entdecken konnte. Der Campingtag begann mit Riesenseifenblasen* noch vor dem Frühstück für die Kinder, die der Sohn als Spieleset zum Geburtstag bekommen hatte, gefolgt von einem Zeltplatzfrühstück mit frischem Gemüse aus dem Ernteanteil unserer Solidarischen Landwirtschaft, der von der Tante angeliefert wurde. Danach wurde der Kulturinsel Einsiedel ein letztes Mal gewunken und nach Hause gefahren. Dort musste der Sand aus Kleid*, Strandmuschel* und allen anderen Gepäckstücken geschüttelt werden, Balkontomaten wurden geerntet und der dieses Jahr gefundene Bernstein der virtuellen Welt gezeigt.

Bislang habe ich in jedem Ostseeurlaub ein (manchmal winziges) Stück Ostseegold gefunden und deshalb darf dieser Blog auch den Namen amberlight tragen ...
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Rezension: Tilly und ihre Freunde - Das Sternenfest

Als zweites Pappbilderbuch für die ganzen kleinen Leser ab drei Jahren wartet "Tilly und ihre Freunde - Das Sternenfest"* noch in meinem Rezensionsexemplarestapel auf seine Vorstellung. Als Hardcover mit wattiertem Umschlag und 24 verstärkten Pappseiten ist das Buch auch für Kinderhände geeignet, die noch nicht ganz so sorgsam mit Büchern umgehen, wie man sich das später wünscht.

Abbildung vom Lingen-Verlag
 Erzählt wird die Geschichte von Tilly und ihren Freunden, die im Garten übernachten un dabei Kontakt zu einem kleinen Stern aufnehmen. Die Textpassagen sind dabei für die wörtliche Rede und den Erzählteil in verschiedene Schriftarten gesetzt, was ich bei reinen Vorlesebüchern ja immer etwas überflüssig finde. Dennoch gibt es genug Platz für die Illustrationen, wobei mein Favorit der Kirschbaum auf der zweiten Doppelseite ist.

Zunächst irriert, hat mich der Wechsel der Illustrationssprache, die auf der Doppelseite zum Start der Rakete einsetzt. Bislang kannte ich diesen Wandel nur aus einem Buchprojekt, bei dem der Grafiker nicht mehr weiterarbeiten konnte und ein Kollege das Buch vollenden musste. Bei der Tilly-Serie scheint der Sprung zu kindlichen (?) Zeichnungen aber zum Bildprogramm zu gehören, denn auch in den Youtube-Folgen gibt es diese etwas pixligen "anderen" Abbildungen, die sich deutlich von der klaren Bildsprache abheben. Mich würde ja sehr interessieren, ob hier Kinderzeichnungen eingearbeitet werden?

Abbildung vom Lingen-Verlag
Die Geschichte ist jedenfalls rund erzählt und mit dem im März vorgestellten Kreativkoffer zu dieser KiKa-Serie können auch nahezu fernsehlos aufwachsende Kinder, wie bei unserer Familie, in die Welt der Tilly einsteigen. In der gleichen Serie sind bereits erschienen "Der allerschönste Tag"*, "Ich kann Fahrrad fahren"* und "Pippa kann nicht mehr singen".


Vom Lingen-Verlag wurde bereits vorgestellt:

AMBERLIGHTS REZENSIONSPORTAL

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Windeltasche LKW-Plane

Noch bevor es der Plakat-Planen-Stoff im Sommer in diesen Blog geschafft hatte und ich die ersten Rückmeldungen bekam, das die Näherei mit diesen schweren Folienbahnen zu fordernd für die normale Nähmaschine sein könnte, habe ich für die Materialschenkerin diese Windeltasche genäht.


In meinem ersten Nähjahr sind ja unglaublich viele dieser Windeltaschen von meiner Nadel gehüpft. Für den eigenen Sohn habe ich es leider irgendwie nie geschafft, eine eigene Windeltasche zu nähen, denn ich wollte eigentlich gleich ein Stoffwindel-optimiertes Exemplar raussuchen. Diesmal ist es aber wieder eine "normale" Tasche nach dem Schnitt von Nalevs Welt geworden.


Während sich die Stickerei aus der Serie "little BIG boys"  von doro k. (kunterbunt-design) erstaunlich einfach auf die Plane bringen ließ und auch das nähen ganz einfach ging, bin ich am wenden des starren Materials fast gescheitert. Außerdem hoffe ich sehr, dass die Nähte die Belastung auch wirklich aushalten. Bei der vierfachen Materialdicke neben der Wendeöffnung habe ich dann wirklich aufgegeben und auf Stylefix* zurückgegriffen. Bislang kam bei mir dieses Klebeband immer nur für kurzzeitige Klebungen zum Einsatz, aber angeblich soll es ja auch im Dauergebrauch richtig gut halten.


Als Einnäher sind neben dem eigenen Label* nur noch die Punktevögel* von Blaubeerstern zum Einsatz gekommen, die aber dafür perfekt die Farben der Plakat-Planen und damit des Uni-Projektes aufnehmen. Dort wurde übrigens ein frischgebackener Papa mit der Tasche beglückt. Vielleicht bekommt der eigene Sohn ja auch noch eine eigene, damit er nicht immer mit der Mädchentasche der großen Schwester verreisen muss.



Verlinkt bei Made4Boys und Kiddykram
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Solidarische Landwirtschaft Schellehof Juli 2015

Es wird Zeit für den Rückblick auf unseren dritten Monat bei der Solidarischen Landwirtschaft Schellehof. Im Juli fielen gleich fünf AbholDonnerstage in einen Monat, so dass es auf der Übersicht diesmal auch fünf Bilder gibt. Alle Einzelbilder waren bereits bei Instagram zu sehen.


Neu im Juli waren die ersten Blumenkohl oder Brokkoli-Sorten und auch die ersten Tomaten wurden (zeitgleich mit meinen Balkonversuchen) reif. Außerdem waren im Juli weiter sehr leckere Zuckerschoten dabei, aber auch Saubohnen - die ich bislang nur aus dem beliebten Kartenspiel* kannte. Der Hinweis daraus einen Bohnenaufstrich zu machen, endete in der Zerstörung des letzten Mixers im Hause, denn die Glasschüssel hat sich mit den heißen Bohnen doch nicht so gut vertragen ....







Dafür konnte ich die Familie mit einer Torta verde nach einem Rezept aus dem Blog Deichrunner's Küche begeistern. Das Ergebnis wurde sowohl bei einem Besuch der zukünftigen Hofnachbarn ausprobiert, wie auch kalt in den Wald zum Mitmachtheater mitgenommen. Die Kombination von Mangold, Reis, Eiern, Käse und Roggenvollkornmehl war unglaublich lecker.




Rätselraten gab es bei den sozialen Netzwerken bei diesem unbekannten Kraut. Von Salbei über Günsel, Gundermann oder einer Minzart wurde viel geraten. Meine Idee das Kraut erstmal zu trocknen und später in einem Tee zu köcheln, endete damit, dass ein Gewittersturm die halbtrocknen Kräuter über den Stadtteil verstreute ...




Im Juli habe ich außerdem die perfekte Resteverwertung entdeckt. Am Sonntagabend gibt's jezt immer Ofengemüse, wobei die Mairübchen dabei eine echte Entdeckung sind. Auch rote Beete ist in dieser Form sehr lecker. Nur der Stangensellerie ist nicht so richtig Ofengemüse-geeignet.


Zusammengefasst waren meine High-5 aus dem letzten Monat:

1.) Das die Torta verde sogar den Kindern geschmeckt hat, obwohl sie sonst an den Mangold nicht so wirklich rankommen
2.) es ein Treffen mit der Ernteteilerin gab
3.) und dort ein Teil der Ernte gemeinsam verkocht wurde
4.) das nun endlich die Tomaten-Zeit begonnen hat, auf die der Mann am meisten gewartet
5.) er die Mischung der Kiste inzwischen richtig gut findet

Verlinkt beim Freutag, H54F, Friday Fives und Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben).


Mit dem leetchi-Tool haben wir ein virtuelles Bio-Lebensmittel-Sparschwein aufgestellt, das unsere Vierseithofsanierungskasse entlasten könnte. Der halbe Ernteanteil kostet momentan 1€ pro Tag/pro Kind. Wenn du auf meinem blog etwas nützliches für dich gefunden hast, freuen wir uns über einen Euronentaler ...


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Rezension: Biokosmetik - Vegan, frisch, naturbelassen

Das Buch "Biokosmetik - Vegan, frisch, naturbelassen"* aus dem Thorbecke-Verlag ist bereits im Februar auf den Markt gekommen. Noch nie wurde eine Neuvorstellung hier auf dem Blog erst so spät rezensiert, aber nach einer Beschwerde, dass ich in einer anderen Publikation des Verlags Seitenansichten gezeigt hatte, blieb die Hoffnung, dass ich dieses Buch doch wieder richtig zeigen könnte. Bislang durfte ich mit ausdrücklicher Genehmigung, die ohnehin als Leseprobe online abrufbaren Seiten, deren Auflösung unverändert blieb, verwenden. Bei den neuesten Rezensionsexemplaren bekam ich sogar ausdrücklich mitgeteilt, dass weder Seitenwahl noch Anzahl limitiert seien. Dieser Verlag hat sich aber leider anders entschieden, was die Qualität meiner Buchvorstellung im Vergleich doch sehr schmälert.

Abbildung von Thorbecke
Zurück zum Buch. Der Untertitel "vegan, frisch, naturbelassen" überraschte mich zunächst erstmal etwas, da sich für mich vegan weniger mit Kosmetik sondern viel mehr mit einer bestimmten Ernährung verbindet, obwohl ich weiß, dass diese tierfreie Einstellung sich auch auf Produkte beziehen kann.

Das gebundene, 136seitige Buch ist in eine sehr umfangreiche Einleitung und die vier Hauptkapitel "Reinigung", "Zahnpflege", Deodorants" und "Hautpflege" unterteilt, wobei das Inhaltsverzeichnis, das ohne Zwischenzeilen und nur mit etwas vergrößertem Schrifttyp gesetzt wurde, sehr gedrängt wirkt. Man bekommt dabei fast den Eindruck, dass viel Inhalt auf möglichst nur zwei Seiten gequetscht werden sollte und man dafür auf einen Index zu den Rezepten am Buchende verzichtet hätte.

Abbildung von Thorbecke
Das Buch wirkt durch die hellen, lichtdurchfluteten Fotografien von Sven Falk so frisch, wie der Titel den Buchtinhalt bereits angibt. In den Einleitungsthemen gefällt mir besonders die Übersicht zu den einzelnen Kräutern und Gewächsen, die hier - wahrscheinlich um sich der derzeitigen Mainstream-Sprache anzupassen - als "Haut-Superfoods" bezeichnet werden. Dabei wird neben dem lateinischen Namen die Wirkung der Pflanzen angegeben. Auch die Übersicht zur Definition von veganen und rohen Produkten fand ich informativ. So ist roh nur, was nicht über 40°C erhitzt ist und ich frage mich dabei, wie es dann mit den Äpfeln derzeit aussieht, die in der Mittagssonne und 37°C im Schatten ganz sicher mehr erwärmt werden. Müssen die Rohköstler da demnächst verhungern? 

Abbildung von Thorbecke
Bei den Rezepten bekommt man viele Anregungen. Was mir besonders gefällt, ist die Begrenzung der Zutatenliste bei einigen Rezepten, wo man wirklich nur wenige Produkte braucht, um die Kosmetik zusammenmixen zu können. Für das mixen wird jedoch häufig ein Miniblender*  empfohlen, den man sich wahrscheinlich als Zweitgerät zulegen müsste, denn Kosmetikreste im Smoothie stelle ich mir nicht so lecker vor. Skeptisch bin ich auch bei den Zahnpflege-Rezepten, denn weder Ingwerzucker noch Salbei-Zahnpulver mit Salz stelle ich mir auf Dauer wirklich gesund für die Zähne vor. Außerdem habe ich mich gefragt, ob ich die karamelisierte Walnuss-Honig-Salbe nicht eher aufessen würde, statt sie mir ins Gesicht zu schmieren - die Zutatenliste klingt jedenfalls sehr lecker. Erhältlich ist das Buch im Handel für knapp 20 Euro.



Vom Thorbecke-Verlag wurde bereits vorgestellt:
"Säfte, Smoothies, Superfoods - 100 Rezepte, 100 % Genuss"

amberlights Rezensionsportal



Verlinkt bei Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben), denn vegane Kosmetik passt dort prima dazu.
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