Jahresmotto

Jahresmotto
7. Blog-Geburtstag

Holzspielzeug Schulkind Wörter legen Buchstabenkasten

Auch wenn die Brio Eisenbahn und die Quadrilla Murmelbahn in der Weihnachtszeit tatsächlich die beiden Hauptgeschenke waren, gab es dennoch aus dem Verwandschaftskreis noch einige zusätzliche Präsente. Genau zur richtigen Zeit kam dabei der Buchstabenkasten* mit 145 kleinen Buchstabenwürfeln aus Holz für unsere nun 6jährige, wobei mir unklar ist, warum die Altersangabe bereits bei 3+ steht. Wahrscheinlich ist damit eher die Verschluckungsgefahr als die Bespielbarkeit gemeint.


Unser Vorschulkind interessiert sich momentan sehr für die Buchstabenwelt. Wir versuchen sie dabei zwar eher zu bremsen als zu gezielt zu fördern, da sie sich in der Schulzeit ja nicht langweilen soll, aber es ist faszinierend zu sehen, wie sie die Verbindung zwischen Lauten und Buchstaben tatsächlich schon versteht. Mama, Papa und ihren Namen kann sie schon eine Weile schreiben, aber inzwischen spielt sie mit uns bereits Worte raten. Sie benennt einen Buchstaben und findet selbst die richtigen Worte dazu. Neulich wollte sie wissen, was auf der Shampoo-Flasche steht und erkundigte sich dann, warum dort kein "U" wäre, sondern zwei OO. Viel fehlt nicht mehr ....


Verlinkt bei den Geschenkideen-Seite für Kinder und Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben), da damit ein weiteres plastikfreies Spielzeug in unser Kinderzimmer eingezogen ist. Der Hersteller smallfoot Design hat sich bereits seit 1988 auf Holzspielzeug spezialisiert und sitzt in Delmenhorst. Erhältlich ist der Kasten auch bei tausendkind*.

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#vonelternempfohlen Sonntagsfreude Vorfreude Reisefreude

Meine Sonntagsfreude heute ist, dass ich am kommenden Wochenende nach Köln reisen darf, um dort Kinderbücher zu bewerten. Vorfreude! Das die inzwischen über 100 Buchrezensionen hier auf dem Blog - davon viele Kinder- und Jugendbücher - mir irgendwann so eine Möglichkeit geben würden, hätte ich nicht gedacht.


Als Vorabexemplar haben wir "Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne"* aus dem Boje-Verlag bekommen. Wenn man meiner Timeline bei Instagram und unserem ersten Leseeindruck glauben darf, ist bereits dieses Buch eine wirklich gute Neuentdeckung. Eine ausführliche Rezension wird natürlich noch folgen.
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Nähunfall 10 Minuten Hoodie

Während mein Nähumfeld in letzter Zeit die schönsten Pullover Hoodies zeigt - wie beispielsweise OrneeDD, Mit Nadel und Faden oder Frau Atze - muss ich nun einen Nähunfall beichten. Die Rubrik Nähunfälle gibt es ja schon von Blogbeginn an, aber so richtig schief gegangen ist eigentlich lange nichts mehr. Das ich ein Projekt wegen Unrettbarkeit in die Ecke geworfen habe, ist wahrscheinlich sogar noch nie vorgekommen, wobei dort natürlich auch einige UFO's liegen. Diese wären aber immerhin noch vollendbar.

Auslöser war ein Pinterest-Link, der versprach, dass man in nur 10 Minuten einen fertigen Hoodie anziehen könnte. Ha! Wie in der Anleitung zu sehen, ist man nach nur drei Nähten fertig. Bei unserem derzeitigen Dauerlauf im Alltagsleben erschien mir das perfekt .... theoretisch.


Nach meinen drei Nähten musste ich feststellen, dass das gute Stück viel zu Figurbetont saß. Kein Problem, denn die Varianten des Streifeneinsatzes an den Seiten, die man ebenfalls bei Pinterest findet, hatte ich noch gut im Hinterkopf. Da der Kragen bei mir auch alles andere als fotogen fiel, entschied ich mich dort mit dem Kontraststoff auch gleich noch zu doppeln. Mehrere Nähschritte später saß zwar der Hoodie, aber da ich nicht so flach gebaut bin, wie das Model, gefiel mir die Vorderpartie immer noch nicht. Zwei weitere Streifen wurden für die Optik eingesetzt und das Schalproblem mit einem Bündcheneinsatz, wie es Kääriäinen bei ihrem Bündchenloop* macht, ergänzt.


Das Ergebnis blieb nicht vorzeigbar. Nachdem der Mann dann noch einschätzte, dass die schwangere Schwägerin darin schon recht gut aussehen würde, während es hingegen bei mir ... flog das Ding in die Ecke. Statt den angeblichen 10 Minuten habe ich mich zwei Nähabende damit beschäftigt. Verhunzt wurde ein Fleece von Internaht und der gute Hamburger Liebe Jersey Girls Daisies ruby*.

Ich wäre dann wohl bereit für wirkliche Hoodie-Schnittmustervorschläge von euch - mit Anleitung, Abnähern und der passende Größe ...
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Rezension: Das große Gartenbuch für Kinder: 120 tolle Projekte für draußen und drinnen

Als nächstes Backlist-Buch habe ich mich für "Das große Gartenbuch für Kinder: 120 tolle Projekte für draußen und drinnen"* entschieden, denn auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass uns 2016 schon ein richtiges Gartenjahr erwarten wird, können wir zukünftig unseren Kindern ganz viel Gartenzeit ermöglichen. Spannende Projekte sind da immer praktisch. Die Britin Jenny Hendy veröffentlichte bereits 2010 die Originalausgabe "Ultimate Book of Step-by-Step Cooking & Gardening Projects for Kids"*, das von Claudia Huber für den deutschsprachigen Markt übersetzt wurde.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Das Buch ist zunächst ziemlich textlastig aufgebaut und thematsiert sehr ausführlich die verschiedenen Gefahren. Dabei bekommt man allerdings schon fast das Gefühl, dass so ein Garten zu den gefährlichsten Aufenthaltsorten für Kinder gehören würde und man sie keinesfalls unbeaufsichtigt lassen könnte bzw. der Garten zunächst kindersicher gemacht werden muss. Natürlich ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen giftig sind, aber ob ich alle Stäbe mit Abdeckklappen versehen würde, um die Augen zu schützen, bezweilfe ich schon sehr. Während sich der Text bei den Projekten in altersgerechter Form direkt an die Kinder wendet, wirkt der Einleitungstext für die Eltern etwas sperrig "Dieses Buch soll Eltern und Kinder inspirieren. Die Projekte wirken hoffentlich als Katalysatoren für weitere Abenteuer beim Gärtnern und bei der Naturbeobachtung, wenn die Kinder durch ihr neu erworbenes Wissen an Selbstbewusstsein gewinnen." (S. 8)

Abbildung vom Haupt-Verlag
Den Hauptteil des Buches bilden aber die bereits auf dem Cover angekündigten 120 Projekte. Diese unterscheiden sich nach den Schwierigkeitsstufen "Ganz einfach", "Probier's aus" und "Anspruchsvoll". Bei "Ganz einfach wird die Altersspanne zwischen 5 und 12 angegeben, was mir sehr weit gefasst erscheint. Bei den beiden höheren Schwierigkeitsstufen sind spannende Projekte dabei, die in der in der Du-Form die Kinder direkt ansprechen. Lediglich die Projekte aus der "Ganz einfach"-Kategorie füllen aus meiner Sicht nur die Seiten und schrauben die Anzahl der Projekte hoch, wobei diese so wenig "innovativ" sind, dass sie für mich kaum als Projekt zählen. Dazu gehört Regenwasser sammeln (macht man das nicht in jedem Garten?) genauso wie Pflanzen teilen beim umtopfen.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die 120 Projekte sind sieben Kapitel zugeordnet, die farbig am oberen Seitenrand gruppiert werden: Wie der Garten wächst, Grundlagen, Vom Bett auf den Teller, Es grünt und blüht, Basteleien für den Garten, Naturnah gärtnern und Projekte für drinnen. Dabei gibt es jeweils eine Einstufung zum Schwierigkeitsgrad, der zetlichen Einordnung im Jahr und der Dauer, die das Projekt benötigt. Es wird außerdem immer das verwendete Material angegeben und mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt, wie das Projekt umgesetzt werden kann.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Nicht alle der 120 Projekte werden wir umsetzen bzw. sie sind ohnehin so in den Gartenalltag integriert, dass es für mich und die Kinder gar kein Einzelprojekt darstellen wird. Andere entsprechen nicht meinem Design-Verständis, denn Gummistiefel werde ich wohl nie bepflanzen. Es bleiben aber immer noch genügend DIY-Ideen übrig, die uns tatsächlich begeistern. Dazu gehört das "Wiglu", ein Iglu aus Weidenstangen, ebenso wie die Vogeltränke aus Lehm und mit Wirsingsblättermuster. Außerdem überzeugt mich an diesem Buch, dass sowohl Projekte für die Gartenzeit, wie auch für drinnen vorgestellt werden. Die Hartriegelsterne und auch auch die verschiedenen Varianten Planztöpfe farbenfroh zu gestalten, geben viele Anregungen für Bastelzeiten mit den Kindern. Daher wird das Buch in unserem eigenen Bücherregal bleiben und nicht als Geschenk weiterwandern.


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Fasching Eule Maske

Dieses Jahr hat der Sohn das erste Mal ein eigenes, neues Faschingskostüm bekommen und musste weder das Marienkäfer-Kostüm noch die  Erdbeere ein weiteres Jahr auftragen. Das Mineralwoll-Wochenende hat aber dazu geführt, dass es nur halbes Kostüm geworden ist, dass dann wahrscheinlich erst nächstes Jahr vervollständigt wird. Solche Fortsetzungsaktionen gab es hier ja schon mehrfach. Wenigstens die Eulenmaske habe ich aber noch in einer nächtlichen Stickaktion geschafft. so dass - wie jedes Jahr - Aschermittwoch bei der Tagesmutter gefeiert werden konnte.


Gestickt wurde nach dem Freebie vom Bernina-Blog, denn ich kürzlich (wieder)entdeckt habe. Das die Stickdateien dort nicht für die eigne Marke zur Verfügung stehen, sondern auch für die Stickformate der Konkurrenz, finde ich sehr beachtlich. Momentan hat mich das Stickfieber wieder erwischt, aber diese Maske mit 16.000 Stichen und unzähligen Garnwechseln war schon ziemlich zeitaufwendig.


Anschließend hatte man aber tatsächlich eine komplett fertige Maske in der Hand, die durch eine weitere Lage Filz keine sichtbaren Fäden auf der Rückseite hat. Das Prinzip ist dabei das gleiche wie hier bereits gezeigt. Wie in der Anleitung vorgeschlagen, habe ich auch das Verkleinerungsband mit KamSnaps ergänzt, wobei die Maske durch das Gummiband interessanterweise auch ohne Verstellmöglichkeit mir genauso gut passst, wie den Kindern.


Der Sohn behielt sein Maske erstaunlicherweise sogar gerne auf. Darunter erahnt man noch sei Pflaster, denn im Januar hatte er es beim Besuch bei Freunden geschafft, sich eine lange Steintreppe herabstürzen und dabei genau auf der Treppenkante aufzuschlagen. Ergebnis war eine ordentliche Platzwunde, bei der ich den Knochen sah und ordentlich viel Blut herablief.

Nach diesem Erlebnis weiß ich nun immerhin, dass ich selbst bei den eigenen Kindern um so ruhiger werde, je dramatischer es auf den ersten Blick aussieht und wir einen ordentlichen Druckverband anlegen konnten. Der Sohn war auch bei den drei Anläufen eine Notaufnahme mit Kinderchirurgie in der Stadt zu finden, gut gelaunt und wollte zur Party zurück. Bei seiner klaren Aussage gegenüber der Ärztin, dass er sich den Kopf gestoßen habe, weil er die Treppe heruntergefallen sei, gab es sofort das Kreuzchen gegen die drohende Gehirnerschütterung und wir konnten weiterfeiern gehen. Leider hat er es eine Woche später geschafft, sich eine Buchecke selbst in die Wunde zu schlagen. Tapferer Indianer wäre dieses Jahr daher eigentlich auch sehr passend gewesen.


Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday und den Dienstagsdingen.
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Holzspielzeug Quadrilla Kugelbahn von Hape

Seit fast zwei Monaten sind wir dem Kugelbahnfieber verfallen, denn neben der Brio-Eisenbahn gab es unter dem Weihnachtsbaum als Großgeschenk das Quadrilla-System*. Besonders für unser großes Mädchen (und für mich selbst) liebäugle ich schon länger mit dieser Glasmurmelholzbahn, konnte aber bislang noch nicht alle Familienmitglieder von einer weiteren Murmelbahn überzeugen, da ja bereits die Drewa-Variante für den Jüngsten bei uns steht.


Dieses Jahr war es aber so weit, denn glücklicherweise sind wir alle davon überzeugt, dass wir lieber ein Gesamtsystem von mehreren Schenkern realisieren lassen, als das Kinderzimmer weiterhin mit mit noch mehr kleineren Geschenken zu fluten. Großeltern und Uroma haben zusammen gleich das große Challenger Set*, die Rennbahn Erweiterung* und den Murmel-Stopp* geschenkt.







Bereits das erste Set besteht aus 96 Holzteilen und 50 Glaskugeln und lässt damit kaum noch Wünsche offen. Das Grundprinzip ist bei allen Systemen und Erweiterungen gleich: die Glasmurmeln rollen auf horizontalen Verbindungsschienen und fallen durch Holzquader. Faszinierenderweise funktionieren diese aber ganz unterschiedlich. Da gibt es Holzquader bei den die Kugeln abbiegen, durchfallen oder sogar mit einer kleinen Wippe im Inneren abwechselnd nach rechts oder links geleitet werden.



Mich begeistern aber vor allem die Holzspiralen und ich finde den Klang der routierenden Glasmurmeln sogar beruhigend. Glasmurmeln faszinieren mich bereits seit meiner Kinderheit und die zwei von damals hüte ich bis heute. Auf dieser tollen Bahn, die man immer wieder anderes zusammensetzen kann, durfte sie auch schon rollern.


Erfunden wurde das Quadrilla-System von Wilfried Braun aus Mainz, der dafür 2001 sogar ein Goldmedaille auf der Nürnberger Spielemesse erhielt. Wie so oft bei wirklich erfolgreichen Erfindungen ist diese Murmelbahnidee aber schon längst aufgekauft und wird nun von Hape vertrieben, die - ebenfalls in Deutschland gegründet - inzwischen zu den internationalen Großkonzernen gehören. Daher wird zwar teilweise (?) in China und der Schweiz (?) produziert, aber nach Angaben des Firmenprofils dennoch stark auf ökologische und soziale Aspekte geachtet.


Die Größe und die zahlreichen Aufbauvarianten werden wohl unsere Kinder viele Jahre begeistern. Selbst der Sohn weiß schon recht genau, wo die "Beschleuniger" eingesetzt werden müssen. Aufgebaut ist es je nach Anordnung sehr stabil oder auch etwas umsturzgefährdet, denn den Sohn musste lernen, dass die Konstruktion nicht lange steht, wenn er zu stürmisch seine Murmeln einwirft (oder die Schwester ärgen will). Das Tochterkind schafft es aber inzwischen bereits eigene Varianten aufzubauen und hat sogar herausgefunden, wie sie die Kugeln farblich sortiert einwerfen kann. Eine Erkennnis hatten wir übrigens sehr schnell - ohne den Murmelstopp* kann man mit dieser Murmelbahn eigentlich nur in Wohnungen mit dicken Teppichen spielen ....


Verlinkt bei der eigenen (nachhaltigen) Geschenkideen-Seite für Kinder und Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben), da dieses Produkt (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) Plastikfrei ist, aus Glasmurmeln und Holz besteht, sowie Hape trotz der Produktion auf der anderen Weltseite bei Herstellungsbedingungen und Materialauswahl auf Nachhaltigkeit achtet.

Wer zu den Onlinekäufern gehört, wird nicht nur beim Bücherriesen* fündig, sondern beispielweise auch bei  Tausendkind*.


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Rezension: Neues aus alten Zeitungen: 60 Projekte für spielerisches Recycling

Auch beim schweizerischen Haupt-Verlag habe ich mich diesmal für eine Publikation aus der sogenannten Backlist entschieden, denn das im Herbstprogramm 2014 veröffentlichte "Neues aus alten Zeitungen: 60 Projekte für spielerisches Recycling"* erschien mir sehr vielversprechend. Geschrieben hat es Barbara Baumann, die sich als Lehrerin für textiles Werken wohl mit zahlreichen Kreativprojekten in ihren Berufsleben beschäftigen konnte. Die Fotografien von Qsi Gisler geben dem Buch eine besondere Klarheit.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Nach einem amüsanten Vorwort, in dem die Autorin gleich neun verschiedene Antworten vorschlägt, mit denen man auf die Frage Interessierter, was man denn bei den Papierprojekten eigentlich tut, reagieren könnte, folgt eine Einleitung und anschließend im Hauptteil der 176 seitigen Publikation die eigentlichen Projekte. Dabei stehen 16 verschiedene Kreativtechniken im Mittelpunkt, deren Anleitungen sich jeweils in die Bereiche "Material", "Werkzeug" und "So wird's gemacht" gliedert.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Die Kreativtechnikpalette reicht von unter anderem vom Kopieren, Bemalen und Knüllen bis zum Anspruchsvolleren Kaschieren, Modellieren und Schöpfen. Aus den zahlreichen Techniken entstehen 60 Projekte, die allerdings nicht alle zu verwendbaren Alltagsobjekten führen. Kleine Minizeitungsstapel zu bündeln oder den Bürolocher auszuleeren, um Konfetti zu erhalten, gehört zu den Projekten des Buches, die mich eher enttäuscht haben. Auch der Vergänglichkeitsstapel, der einen Bezug zum Kunstobjekt von Emil Gut sucht und lediglich darin besteht, ein Papierbündel im Garten über Jahre verroten zu lassen, überzeugt mich nicht.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Fasziniert haben mich hingegen die "gerollten" Projekte und die an mehreren Stellen des Buches verarbeiteten Zeitungen aus dem Ausland. Urlaubszeitungen, vielleicht sogar mit chinesischen, hebräischen oder arabischen Schriftzeichen zu verarbeiten, ist tatsächlich eine Gestaltungsvariante, die Gestaltungsfreude und Reiseerinnerung in einer für mich neuen Variante zusammenführt.

Abbildung vom Haupt-Verlag
An Stellen, wie dem Schlüsselbund, bleibt die Autorin aber zu offen in ihrer eigenen Einschätzung, ob das Ergebnis nun eher zum Kunstobjekt gehört oder tatsächlich längere Zeit zu verwenden ist. Der Papierschnurhäkelschmuck gehört auf jeden Fall zu beiden Kategorien, wobei ich befürchte, dass mir selbst dazu die Geduld fehlen wird.

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Haarschutz Umzug Kopftuch

Dank dem feinen Overlock-Maschinchen kann ich ja tatsächlich inzwischen so schnell ein paar Stoffstücke zusammennähen, dessen Nahtbild danach auch noch beeindruckend gut aussieht, dass die Zeit, es hier zu verbloggen wahrscheinlich länger dauert, als die Herstellung. Der Blog bleibt aber (auch) (m)ein Kreativtagebuch und so landen auch die Kurzprojekt hier - selbst genäht, ist selbst genäht.



Entstanden ist das Kopftuch bereits vor einigen Wochen, als ich familienfrei hatte und meine einzige Aufgabe darin bestand, freiwillig den zukünftigen Nachbarn beim Anstrich der Wände mit Lehmstreichputz* zu helfen. Entspannt am Morgen parallel zum Frühstück zu nähen passiert hier ja eher selten. Vernäht wurde eine labbriger grauer Jersey vom Sterntaler Werksverkauf und grünes Bündchen von der Leipziger Messe. Schließlich habe ich beim Berliner Nähcamp im letzten Jahr gelernt, dass grün mir steht und man frau will auch auf der Baustelle vorzeigbar aussehen.


Richtig zum Einsatz gekommen, ist mein Kopft(tuch)schutz aber vor allem am vorletzten Wochenende, denn da durften wir auf 400 m² Mineralwolle* verlegen. Ein furchtbares Zeug, dass sich trotz Schutzbrille, Atemmaske und Ganzkörperoverall in kürzester Zeit am ganzen Körper als picksende Kristalle bemerkbar macht. Freiwillig war diese Aktion auch nicht, denn erst die verschärften Brandschutzbestimmungen seit Januar 2016 haben diese Aufstockung der Brandschutzdecken in unserem Fachwerkgebäude überhaupt notwenig gemacht.



Zurück zum Kopftuch - da dieses nur für mich ganz allein ist, schicke ich es heute mal zu RUMS und schiebe die Buchrezension -wie letzte Woche - auf den Freitag. Diesmal ist "Neues aus alten Zeitungen"* dran.
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Geld verdienen mit DIY Blogs: Blogeinnahmen 01/2016

Ein bisschen befürchte ich am Jahresbeginn ja immer, dass die Blogeinnahmen doch mal wieder völlig zusammenbrechen könnten und bin um so beruhigter, wenn die Euronen weiterhin rollen. Im ersten Monat des Jahres 2016 sind sie genau dort angekommen, wo ich wirklich über das Ergebnis glücklich bin, denn mit 150 Euro kann tatsächlich recht viel realisiert werden.


Die Euronen kamen im letzten Monat von:

Amazon*: 62,89 €
Lead Alliance: 37,90 €
Blogsponsor: 27,50 € 
Zanox: 14,41 €  
Zweitvermarktung: 5,00 €

Namensbänder*: 1,91 €  
Blogfoster: 0,42 €  

  


Die Partnerprogramm-Liste ist damit recht übersichtlich und umfasst eigentlich nur vier Anbieter, bei denen es nennenswerte Verkäufe/Einnahmen gab. Relativ hoch lag der Bücherriese, bei dem unter den 53 verkauften Artikeln auch eine Overlock-Maschine* dabei war. Da es sonst eher Kleinteiliges ist, überrascht so ein Großmaschinenverkauf auch mich. Mehr als die Produkte sehe ich übrigens nie und kann deshalb überhaupt nicht einschätzen, bei wem ich mich bedanken müsste, dass er oder sie den Umweg über den blog genommen hat. Auch der Blogsponsor hat einiges eingebracht, denn bis Monatsmitte wurde noch Unipolar angezeigt, dem sofort der Hängematten Gigant folgte.

Mit dem guten Monatsergebnis, von dem letztmalig der Betrag für den Ernteanteil der Solidarischen Landwirtschaft abgezogen wurde, habe ich mir diesmal die Stickdatei "little Summer Girls 2" für das Geburtstagskleid der Tochter gegönnt und für ihren Geburtstag Heyda Origami-Blätter* gekauft, um ganz viele Drehsterne zu falten. Zusammen mit dem monatlichen Lotterie-Los waren das Ausgaben von 33 Euro. Geld für Werbung wurde nicht ausgegeben und auch der Spendentopf wurde nur aufgefüllt, aber nicht geleert.

Der Warenwert lag bei 102,65 € und setzt sich ausschließlich aus vier Rezensionsexemplaren zusammen: "Kulturlandschaften lesen: Vielfältige Lebensräume erkennen und verstehen"*, "Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen"*, "Pantoffelheldeneis mit Sahne"* und  "Stricken für Kinder: Charme in jeder Masche"*.

Geschrieben wurden Januar 21 Blogeinträge, die mal wieder gute 28.273 Seitenaufrufe brachten. Für das Jahresabschluss-Ranking der Blogeinnahmer-Veröffentlicher war ich zwar im letzten Monat schnell genug und bin dort auf Platz 7 von 15 gelandet, sehe aber jetzt schon, dass ich mit diesem Januar-Bericht wieder zu spät dran bin. 

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Nähbloggertreff im Februar 2016

Am vergangenen Freitag, den ich via Instagram sogar bei der Aktion 12v12 begleitet habe, trafen sich die Dresdner Nähblogger wieder. Wie erst zwei Monate zuvor, durften wir wieder im Königinnenreich zusammensitzen. Diesmal ratterte eine Nähmaschine und eine Overlock. Genäht und viel geplaudert haben  Kääriäinen, ReSiZe-genadelt, dieAtze näht, Königinnenreich, Mit Nadel und Faden, Himmelblau und Sommerbunt, Dani Ela, Niji~Nähkelt, Friemeleien, stoff_verzueckt und handmade by clau*chichi.


Auch ich selbst habe mich keinem Großprojekt gewidmet, sondern den Vorschlag etwas zum Thema Upcycling zu machen, eher in Reparaturarbeiten verändert. Bereits seit mehreren Wochen wartete ein weiterer Kindergartenauftrag auf Bearbeitung. Diesmal sollte ein Reißverschluss gewechselt werden, was mit der Overlock eine besondere Herausforderung war. Das verriegeln der Stiche fehlte, aber ansonsten kann man dank einfacher Geradstichnaht auch damit einen Reißverschluss einnähen.

In den letzten Jahren sind schon einige dieser Kindergartenprojekte - die ich so viel lieber als Fenster putzen übernehme - bei mir gelandet. Einige wurden dabei mit zu den Treffen genommen. So habe ich mehrere Prinzessinnenkleider wieder tragbar gemacht, Füße angenäht, Augen befestigt und Vorhangstoffe versäubert.

Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday und den Dienstagsdingen.
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12tel Blick Januar 2016 Vierseithof

Heute ist schon die Mitte des zweiten Jahresmonats und wahrscheinlich haben einige schon befürchtet, dass ich den Jahresblick gar nicht weiterführe. Da dieses Jahr - nach über drei Jahren Planungs- und Sanierungszeit - aber nun wirklich endlich eingezogen wird und die Gerüste fallen, wäre es ja schade, ausgerechnet jetzt abzubrechen. Es geht also weiter - und immer noch mit dem selben Blick.

Für Neueinsteiger zitiere ich mich diesmal selbst:

"Für alle Neuankömmlinge auf meinem Blog sei auch zu Beginn dieses Jahres erwähnt, dass dort 15 Familien mit derzeit 24 Kindern als Mehrgenerationenwohnprojekt einen Vierseithof sanieren. Dazu gehören zwei Fachwerkgebäude und eine Scheune, die als Passivhaus neu errichtet wird. Nur mit sehr vielen - am Baubeginn nicht geplanten -  Eigenleistungen können wir das Projekt momentan realisieren. Da die Finanzierungseuronen inzwischen in ungeahnte Höhen geklettert sind, unterstützt auch dieser Blog die Familienkasse."


Das man nun tatsächlich schon auf drei komplette Jahresblicke zurückschauen kann, überrascht mich selbst etwas und zeigt, wie lange dieses Mammutaufgabe nun schon unser Leben bestimmt. Immerhin bekommt man wenigstens bei diesen Jahresblicken das Gefühl, dass es voran geht. Im Januar 2013 sind wir noch davon ausgegangen, dass wir nur zwei Jahren den Blick bis zur Fertigstellung zeigen, Januar 2014 wurden Kauf- und Bauantrag gerade von den Behörden geprüft und vor einem Jahr wurde die Bodenplatte im großen Fachwerkhaus neu gegossen, während zwei Gebäude komplett abgerissen waren.

Januar 2013 & Januar 2014 & Januar 2015
Im ersten Monat des Jahres sind die ersten Außengerüste an einem der beiden Fachwerkgebäude gefallen und ermöglichen damit, dass die Straßensperrung endlich aufgehoben werden konnte, die unser Hausfinanzierungskasse ja ebenfalls belastet hat.



Außerdem sind die Dächer nun wirklich geschlossen. Sogar die Fledermausgauben im Südhaus werden nun eingebaut. Glück hatten wir im Januar auch nochmal mit der Witterung, denn so konnten die Außenfassaden gestrichen werden. In den Passivhaus-Neubau sind die nächsten Familien eingezogen, die inzwischen auch alle  funktionierende Wasser- und Heizungsanschlüsse haben. Nur auf die wirkliche Fertigstellung des Innenausbaus wurde teilweise noch gewartet.


In den Altbauten schien es hingegen, dass die Firmen aus dem Weihnachtsurlaub gar nicht zurückgekommen sind, wobei es realistischer ist, dass viele Gewerke ihre meisten Mitarbeiter bereits auf die nächste Baustelle geschickt haben. Ein Jahr Bauverzug lässt sich eben doch nicht so einfach kompensieren. Neuigkeiten gab es deshalb aus dem Innenbereich nur bei den Putzarbeiten. Außerdem wurden die Fensterbretter und Fensterkästen aus Holz eingebaut. Immerhin etwas ....


Auch wenn der Sinnblick von blick7 dieses Jahr nicht weitergeführt wird, bleibe ich aufmerksam:

Gesehen:
Immer noch den großen Kran, der eigentlich noch im letzten Jahr abgebaut werden sollte, aber im Januar weiterhin da stand.
*
Gehört:
Das erste Mal Familienalltag der bereits eingezogenen Parteien, die sich mit ihren Kindern durch die Schlammwüste der Baustellensituation kämpfen.
*
Gerochen:
Leckeren Mittagsessensduft, wenn der Vorteil des teilweise bewohnten Hofes ist es nun, dass man manchmal eingeladen wird.
*
Gedacht:
Wenn nicht mehr alle gemeinsam auf den Einzugstermin warten, ist die Bauverzögerung noch ein bisschen deprimierender.
*
Gefühlt:
Zufrieden, dass ich nun wieder mit dem Fahrrad auf den Berg fahren kann ...

2013

2014

2015



Verlinkt bei der Fotoaktion von Tabea Heinicker.
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Rezension: Der kleine Selbstversorger: Urban Gardening Gärtnern und Survival auf kleinstem Raum für ein unabhängiges Leben in der Vorstadt

Wie bereits gestern angekündigt (und thematisch so prima zu unserem SoLaWi-Ernteteilthema passend), kann ich heute das Buch "Der kleine Selbstversorger: Urban Gardening Gärtnern und Survival auf kleinstem Raum für ein unabhängiges Leben in der Vorstadt"* rezensieren, das ich mir aus der Backlist des Unimedica- Verlags rausgesucht habe. Das Buch ist deshalb diesmal keine Neuerscheinung, sondern bereits im 2015er Frühjahrsprogramm erschienen. Bücher, die mich thematisch wirklich interessieren, stelle ich hier aber gerne auch dann noch vor, wenn sie nicht mehr ganz taufrisch auf den Verlagstischen liegen.

Abbildung vom Unimedica-Verlag
Bereits der recht lange und etwas sperrige Untertitel "Urban Gardening Gärtnern und Survival auf kleinstem Raum für ein unabhängiges Leben in der Vorstadt" zeigt an, dass es hier nicht um den Aussteiger geht, der in dörflicher Umgebung ein autarkes Leben anstrebt, sondern um die Realisierung eines einfachen Leben in der (Vor)Stadt. In der Einleitung liest sich dann so: "Sie können in zahlreichen Büchern nachlesen, wie man im Niemandland zurechtkommt: wie man Hütten baut, Brunnen aushebt, schlachtet und Getreide anbaut. Dieses Buch gehört nicht dazu. In diesem Buch geht es Methoden des einfachen Lebens, die sich perfekt in das typische Leben eines (Vor)Städters integrieren lassen." (S. VI)

Autoren des Buches sind die Bloggerinnen Deanna Caswell und Daisey Siskin, die (ohne Impressum?) auf Little House in the suburbs schreiben und 2012 die englische Originalausgabe "Little House in the Suburbs: Backyard Farming and Home Skills for Self-Sufficient Living"* mit eindeutigerer (Titel)Nähe zum Blog veröffentlichten. Da das Layout beider Publikation unverändert ist und die Leseprobe der Übersetzung nicht (mehr) aktiv ist, nutze ich heute die Abbildungen der Originalausgabe mit Quellenangabe.

Abbildung F & W Publications
Der (Blog)Hintergrund erklärt wahrscheinlich auch den lockeren Schreibstil, denn bereits das Inhaltsverzeichnis zeigt, dass es sich hier um kein trockenes Fachwissen handelt, dass vermittelt werden soll. In elf kurzweiligen Kapiteln, die beispielsweise mit "Miniziegen: Interessant, äh ... wie sind sie denn auf den Hund gekommen" oder "Es ist schwierig, sich mit dem Mund voller Kekse zu beschweren" bezeichnet sind und jeweils einen erklärenden Textblock beigefügt haben, erfährt man viel über das Gärtnern, Ziegen- und Hühnerhaltung, Imkern, Speisekammer, Rezepte aus dem Garten bis hin zu DIY-Geschenkvorschlägen. Auf über 260 Seiten werden also die zahlreiche Themen abgehandelt.

Abbildung F & W Publications
Hinzu kommt ein umfangreicher Anhang, der Informationen, Anbaupläne für Hochbeete, Flyervorschläge aber auch Satzungen für Babysitting-Co-ops beinhaltet. Das Buch liest sich sehr amüsant, aber teilweise merkt man die regionale Schreibentfernung doch an, denn hierzulande würde wohl niemand eine Babysitting-Coop mit Satzung gründen - oder doch? Sehr amüsant fand ich auch das Kapitel "Wie sie mit ihrer Ziege Gassi gehen": "Mit einer Ziege Gassi zu gehen, macht irre viel Spaß. [...] Sorgen Sie nur dafür, dass sie frisch geduscht und gekämmt sind, bevor sie gehen. Die Leute werden von Ihnen Notiz nehmen." (S. 97)

Abbildung F & W Publications
Das Buch wird trotzdem in meinem eigenen Bücherregal stehen bleiben, denn besonders die vielen Gartenhinweise und die zahlreichen Rezepte, die übrigens mit einem Label jeweils einer der beiden Autorinnen zugeordnet sind, haben es mir angetan. Es wird daher ein Buch sein, dass ich häufiger in die Hand nehmen werde.


amberlights Rezensionsportal

 Verlinkt bei Einab.
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Makerist: Verschlüsse & Co. zum Sonderpreis

Sozusagen als redaktionelle Kurzmeldung: schrieb ich vorgestern noch "Nur über den Reißverschluss schweigen wir mal lieber, denn der ist so schlecht geworden, dass ich wohl dringend über eine Weiterbildung zu diesem Thema nachdenken müsste ..." gab es gestern überraschend das Angebot, dass bei Makerist* der Videokurs "Verschlüsse & Co. Lerne Verschlüsse professionell zu verarbeiten"* für nur 9€ statt 29,50€ angeboten wird. Damit meine Versprechungen nicht nur so dahingesagtgeschrieben sind, habe ich den Preis tatsächlich von meinen Blogeinnahmen investiert und bin eherlich begeistert.


Der Kurs geht in 13 Episoden mehrere Stunden und ich habe inzwischen schon gelernt, warum mein "zweiseitig verdeckter Reißverschluss" so unglaublich verhunzt aussieht. Nun überlege ich sehr, ob ich am neuen Projekt "übe" oder das Feenkleid nochmal verbessere.


Video-Kurse zum Nähen lernen bei makerist
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